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Lob für Grün und Bürgereifer

Guter Eindruck: Große und kleine Erdener haben sich mit der Kommission des Dorfverschönerungswettbewerb auf den Weg gemacht, um die Vorteile ihrer Gemeinde aufzuzeigen.Foto: Ursula Schmieder
Guter Eindruck: Große und kleine Erdener haben sich mit der Kommission des Dorfverschönerungswettbewerb auf den Weg gemacht, um die Vorteile ihrer Gemeinde aufzuzeigen.Foto: Ursula Schmieder
ERDEN. Gut sanierte Häuser, dazu viel Grün und viel Eigenleistung.en Die Bewertungskommission "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" zeigte sich nach ihrem Rundgang vom Erdener Ortskern beeindruckt. Von unserer Mitarbeiterin <br>URSULA SCHMIEDER

Sonnenschein begleitete die Experten, als sie die Gassen und Plätze Erdens in Augenschein nahmen. Ihr seien viele gut sanierte Häuser aufgefallen, fasste Marina Kornfeld ihre Eindrücke zusammen. Und da sie bei der Kreisverwaltung für Dorferneuerung zuständig ist, freute sie sich, dass die Kriterien der Dorferneuerung berücksichtigt wurden. Heike Ulrich, Fachbereich Landespflege, hob die "Entwicklung der Grüngestaltung" hervor. Konkret lobte sie das Ersetzen einer mehrere Meter hohen Zypressenbepflanzung am Friedhof durch eine niedrigere Rotbuchenhecke. Weitere gute Beispiele seien Weinreben, Flächen-Entsiegelungen, Höfe mit Moselkies und Bruchsteinmauern.Jede Menge Eindrücke hatte die siebenköpfige Bewertungskommission während des 90-minütigen Rundgangs in der 420-Einwohnergemeinde gesammelt. Das Bemühen, sich als Weinort darzustellen, werde deutlich, meinte Hermann Brück. Der Dorferneuerungsexperte stellte die Eigenleistungen - auch der Vereine - und das Bestreben, Kinder und Jugendliche mit einzubeziehen, heraus. Während Ewald Haas vom Kulturamt auf genutzte Weinbrachen verwies machte Rolf Jöntgen, Umweltschutz, auf regenerativen Energien wie Erdwärme und Sonne aufmerksam. Das Engagement der Bürger spiegelte sich in der starken Beteiligung am Rundgang wider: Mehr als 30 Personen zogen mit der Kommission durch die Straßen. Jugend-Betreuerin Ruth Oster und die Vorsitzenden von Vereinen und Gruppen berichteten von ihren Aktionen. So wird am Sonntag die 22-köpfige Kindertanzgruppe des Heimatvereins, in der Drei- bis 13-Jährige vertreten sind, beim Wein- und Brunnenfest auftreten.Herbert Weber hob die Radtourenfahrt des Radsportclubs hervor, zu der am letzten August-Wochenende jedes Jahr 80 Vereine anreisen. Mit der Umgestaltung der Schule zum Gemeinderaum und des Pfarrhauses zum "Eine Welt Laden" mit Sitzungsraum ist eine sinnvolle Umnutzung gelungen. Es sei geplant, dort auch Produkte einheimischer Selbstvermarktungsbetriebe anzubieten, ergänzte Heide Weidemann. Beim Gespräch bedauerte Bürgermeister Alois Kaufmann, dass die Gemeinde ja kein Geld hätte. "Wir wären froh, die B50-neu wäre fertig und der Verkehr würde laufen", so auch die Meinung des Rates. Allein sei die Gemeinde nicht in der Lage, den Haushalt zu sanieren. Im Anschluss an den Rundgang besuchte die Kommission Piesport, Dhronecken, Lückenburg und Talling.