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Magensonde für den Teddybär

Bei vielen Mitmach-Aktionen können Besucher tiefe Einblicke in die praktische Arbeit von Internisten und Bauchchirurgen erhalten. Foto: privat
Bei vielen Mitmach-Aktionen können Besucher tiefe Einblicke in die praktische Arbeit von Internisten und Bauchchirurgen erhalten. Foto: privat
Zell. Einen ungewohnt offenen Blick in ihre Arbeit gewährten Internisten und Bauchchirurgen beim Tag der offenen Tür im Klinikum Mittelmosel St.-Josef-Krankenhaus Zell. Gäste durften bei vielen Mitmach-Aktionen selber die Möglichkeiten moderner Chirurgie erproben.

Zell. Der März ist Darmkrebs-Monat - unter diesem Motto hatte das Klinikum Mittelmosel St. Josef-Krankenhaus Zell zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.
Zu dem vielfältigen Programm zählte beispielsweise ein Kurzcheck des Bauchraums, der mittels Ultraschall durchgeführt wurde. Weiterhin lernten die interessierten Besucher die Endoskope kennen, die bei einer Magen- beziehungsweise einer Darmspiegelung eingesetzt werden. Ein großes Plüschtier wurde zur Untersuchung mit einer Magensonde und verschiedenen Polypenformen präpariert.
Harald Binczyk, Leitender Oberarzt der Zeller Gastroenterologie, demonstrierte den Besuchern, wie eine Blutung gestillt oder ein Polyp entfernt werden kann. Von der Untersuchung merkt der Patient dabei nichts. Seit neuestem werden die Spiegelungen mit Kohlendioxid durchgeführt, was für die Patienten wesentlich angenehmer ist als bisherige Praktiken, da es schneller vom Körper abgebaut wird. Weiterhin erläuterte der Gastroenterologe die Vorteile der modernen optischen Ausstattung. Eine sehr hohe Auflösung kombiniert mit Farbfiltern erlaubt eine gute Erkennbarkeit und Unterscheidbarkeit der verschiedenen Strukturen im Magen- und Darmtrakt.
Ebenfalls deutlich schonender verlaufen die minimalinvasiven Schlüssellochoperationen der Bauchchirurgie. Chefarzt Dr. Patrick Stark, Viszeral- und Gefäßchirurgie, erläuterte das umfangreiche Instrumentarium. Auch hier konnten die Besucher selbst mitmachen und beispielsweise Gummibärchen aus einem künstlichen Bauchraum entfernen.
Einen weiteren Programmpunkt stellten Führungen durch einen OP dar. Chefarzt Dr. Patrick Stark erläuterte und demonstrierte ausführlich und ging auf alle Fragen der interessierten Besucher ein. Abgerundet wurde das Angebot durch die Informationen der Selbsthilfegruppen ilco und DCCV, die sich mit Infotischen und Erfahrungsaustausch am Tag der offenen Tür beteiligten. red