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Mal mit, mal ohne Klammern

Mülheim. Ein von 120 Bürgern unterschriebener Einwohnerantrag wird in Mülheim Thema der ersten Sitzung im noch jungen Jahr sein. Anschließend will der Ortsgemeinderat über eine Änderung des offiziellen Ortsnamens beraten.

Mülheim. Gleich vorneweg: Etwaige Sorgen um einen möglichen Verlust der Identität Mülheims sind unbegründet. Am eigentlichen Namen der Weinbaugemeinde will der Ortsgemeinderat nicht rütteln. Die Räte wollen sich in ihrer nächsten Sitzung vielmehr mit dem Problem einer uneinheitlichen Schreibweise des Ortsnamens beschäftigen. Denn offiziell heißt die Kommune der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues Mülheim (Mosel).
In aller Regel zu lesen ist aber Mülheim/Mosel. Die Klammer-Schreibweise habe sich - anders als das zur preußischen Zeit übliche "Mülheim an der Mosel" nie durchgesetzt, erklärt Ortsbürgermeister Friedhelm Leimbrock. Lediglich der Landesbetrieb Mobilität achte darauf, sie bei Beschilderungen zu berücksichtigen. Auf Antrag von Ratsmitglied Dirk Richter will sich der Rat daher für eine einheitliche Variante einsetzen. Welche das letztlich sein wird, wird die Beratung am Donnerstag, 10. Januar, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal Haus Haag ergeben. Danach wird es Sache der Kreisverwaltung sein, den Willen des Rates umzusetzen. Vor der Namensdebatte wird sich der Rat damit beschäftigen, ob es auf dem Mülheimer Friedhof mehr Rasengräber geben sollte. Bewogen dazu hat ein Einwohnerantrag, den circa 120 Bürger unterschrieben haben. Sie wollen nicht hinnehmen, dass der Rat kürzlich nur den Weg für Rasen-Urnengräber frei gemacht hat. Ihrer Meinung nach sollten auch Erdbestattungen in bisher in Mülheim nicht zulässigen Rasengräbern möglich sein.
Problematisch dabei ist laut Leimbrock, dass die Pflege von Rasengräbern letztlich in der Verantwortung der Allgemeinheit liegen wird.
Das Risiko etwaiger Probleme wie beispielsweise nicht vorhersehbare nachteilige Kostenentwicklungen müssten dann praktisch alle Bürger tragen. Daher wird sich der Rat auch mit diesem Thema eingehend befassen. urs