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Maria und Josef warten auf's Christkind

Die Krippe steht auf dem Trabener Marktplatz — zur Freude der Kinder. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Die Krippe steht auf dem Trabener Marktplatz — zur Freude der Kinder. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Die Weihnachtskrippe mit Maria und Josef steht wieder auf dem Trabener Marktplatz. Am 24. Dezember kommt das Jesuskind dazu. Viele Kinder aus den beiden Kindergärten freuten sich über die Adventsfeier.

Traben-Trarbach. (GKB) Vor 16 Jahren fertigte Kunstschnitzer Erich Grawemeyer die bis zu 1,20 Meter großen Figuren, und Schreinermeister Günter Grube baute den Krippenstall. Ideengeberin war Ulla Schnitzius-Laqua, seinerzeit Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, heute Traben-Trarbach aktiv (TTA). Während eines Weihnachtsurlaubs hatte sie in Österreich neben einer Dorfkirche eine Weihnachtskrippe unter freiem Himmel entdeckt und war begeistert. So etwas wollte sie auch in Traben-Trarbach haben.

Am 1. Advent 1992 war es soweit, die Krippe wurde vor dem Trabener Rathaus feierlich eingeweiht. Seit einigen Jahren steht sie auf dem Marktplatz; die beiden städtischen Kindergärten übernahmen die Patenschaft und richten seither wechselweise die Feier zur Aufstellung aus.

In diesem Jahr hatten sich die kleinen Trabener mit ihrer Kindergartenleiterin Amelie Currin auf das große Ereignis gut vorbereitet. Die von Currin vorgetragene musikalische Reise durch den Advent begleiteten die Kinder mit Liedern und einem Nikolaustanz. Vier Adventslichter wurden vor der Krippe angezündet, und das knackig-kalte Winterwetter sorgte für rote Nasen, rote Bäckchen und die richtige Adventsstimmung.

"Zwei Wochen lang haben wir geübt", erzählt die Kindergärtnerin, die den städtischen Arbeitern für den Krippenaufbau und dem Elternbeirat für die Beköstigung der Gäste dankte. Die Metzgerei Schanz spendierte die Würstchen, und Currin freute sich, dass der Erlös den Kindern zugute kommt.

"Der Grundgedanke war, dass wir mit den Kindern zur Krippe gehen", sagt Ulla Schnitzius-Laqua im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. "Denn es gibt Eltern, die mit ihrem Nachwuchs nicht mehr zu den Krippen in den Kirchen gehen."