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Mit Augenmaß und für die Bürger

Mit einem guten Tropfen verabschiedet sich Christiane Horsch, Verbandsbürgermeisterin von Neumagen-Dhron, von dem langjährigen Bezirksbeamten Rudi Müller, dessen Aufgaben künftig Ulrich Schneider (Vierter von rechts) übernehmen wird. TV-Foto: Ursula Schmieder
Mit einem guten Tropfen verabschiedet sich Christiane Horsch, Verbandsbürgermeisterin von Neumagen-Dhron, von dem langjährigen Bezirksbeamten Rudi Müller, dessen Aufgaben künftig Ulrich Schneider (Vierter von rechts) übernehmen wird. TV-Foto: Ursula Schmieder
Ulrich Schneider heißt der neue Bezirksbeamte der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron. Er rückt nach für Rudi Müller, der sich nach acht Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Von unserer Mitarbeiterin Ursula Schmieder



Neumagen-Dhron. Im Rathaus der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron hat die Polizeiinspektion Bernkastel-Kues den langjährigen Bezirksbeamten Rudolf Müller verabschiedet. "Sie haben für uns und mit uns gearbeitet", bedankt sich Bürgermeisterin Christiane Horsch. In den acht Jahren im Amt habe er sich um vieles gekümmert und stets "Augenmaß" bewiesen. Sein Kommentar "Ich muss leider aufhören" zeige, dass er das "mit Leib und Seele gemacht" habe.

Wie sie zollen auch die vier Ortsbürgermeister dem knapp 60-Jährigen Respekt. Helmut Ludwig (Trittenheim) hebt die "menschlich gute Zusammenarbeit" hervor, aber auch die freundliche Art Müllers. Dass er nie "grimmig" geschaut habe, hätten selbst von ihm dienstlich aufgesuchte Bürger anerkannt. "Sie hatten das Gespür, sich in die Gemeinden rein zu denken", würdigt Willi Herres (Neumagen-Dhron). Nachdem auch Werner Mertes (Minheim) die gute Zusammenarbeit betonte, wünschte Karl Heinz Knodt (Piesport) dem künftigen Pensionär eine optimale Freizeitgestaltung.

Als Nachfolger des 1966 in den Polizeidienst eingetretenen Rudi Müller hat sich laut Inspektionsleiter Helmut Kaspar Ulrich Schneider "am besten verkauft". Er habe Spaß an der Aufgabe eines Bezirks- oder auch Kontaktbeamten, für die er die Befähigung mitbringe, "ein offenes Ohr für die Bürger" zu haben. Schneider selbst ist sich in Anbetracht des Lobes für seinen Vorgänger bewusst, "ein schweres Erbe" anzutreten. "Aber ich trete es gerne an", versichert der 49-Jährige, der sich anfangs auf "vertrauensbildende Maßnahmen" konzentrieren will.

Die zuvor von Kaspar genannten Kriminalstatistik-Zahlen dürften ihm den Start erleichtern. "Sicherer als hier kann man nicht leben", verweist Kaspar auf die im landesweiten Vergleich sehr niedrige Wahrscheinlichkeit, in der VG Opfer einer Straftat zu werden. Von 162 Straftaten in 2007 seien in der Touristenhochburg allein 58 Sachbeschädigungen gewesen. Verbrechen habe es ebenso wenig gegeben, wie eine "Drogenszene" oder Gruppen, die bei Festen Unruhe stifteten.