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Weihnachtsmarkt
Immer mehr Betrieb in den Kellern

Viel Betrieb an den Ständen des Mosel-Wein-Nachts-Marktes, wie hier im Keller des Hotels Moselschlösschen.
Viel Betrieb an den Ständen des Mosel-Wein-Nachts-Marktes, wie hier im Keller des Hotels Moselschlösschen. FOTO: Christoph Strouvelle / TV
Traben-Trarbach. Viele Besucher, ausgebuchte Hotels: Die Traben-Trarbacher ziehen ein positives Resümee des gestern zu Ende gegangenen Mosel-Wein-Nachts-Markts. Aber es gibt auch Verbesserungsvorschläge – anderem bei  den Öffnungzeiten.

Rundum zufrieden sind Initiatoren und Standbetreiber des Traben-Trarbacher Wein-Nachts-Marktes. Offensichtlich noch mehr Besucher als in den Vorjahren machen deutlich, dass die Ausstellungen in den vier Kellern nach wie vor ein Publikumsrenner sind.

„Die Hotels sind belegt, die Busse zwischen den Märkten Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach sind gut ausgelastet,“ sagt Kirsten Haag, kommissarische Leiterin der Traben-Trarbacher Touristinfo.

Auch die Standbetreiber sind hochzufrieden. „Das Konzept des unterirdischen Weihnachtsmarkts funktioniert“, sagt Ralf Hörrmann aus Zell an der Mosel, der im Keller Emert hochwertige Lederwaren anbietet.

Sein Eindruck: Die Frequenz sei deutlich stärker als in den Vorjahren, vor allem Samstag- und Sonntagabend. „In den Vorjahren waren die Keller oft schon um 19.30 Uhr leer, in diesem Jahr bimmeln wir die Leute um 21 Uhr raus“, sagt er.

Auch Marita Balzert, die im Keller Zunftscheune Mandelgebäck anbietet und seit fünf Jahren am Traben-Trarbacher Wein-Nachts- Markt teilnimmt, zieht eine positive Bilanz. Nach ihrem Eindruck sei jedes Jahr mehr Betrieb. Das regnerische Wetter, das bei anderen Weihnachtsmärkten den einen oder anderen Besucher vom Bummel über die Märkte abgehalten hat, habe sich bei den Besucherzahlen in Traben-Trarbach nicht bemerkbar gemacht. Und auch im Keller Moselschlösschen ist Diane Hansen, die dort Wohnaccessoires zeigt und in der Moselstadt übers Jahr einen Laden betreibt, sehr zufrieden. Die Verkäufe seien auf dem Niveau der Vorjahre.

Gibt es etwas, was man am Wein-Nachts-Markt in Traben-Trarbach  verbessern kann? „Die unterschiedlichen Öffnungszeiten verwirren die Leute“, sagt sie. An Wochenenden ist der Markt bis 21 Uhr, an Wochentagen in der Vorweihnachtswoche und zwischen Weihnachten und Neujahr bis 19 Uhr geöffnet.

Matthias Ganter, Betreiber des Kellers Moselschlösschen, pflichtet Hansen bei. „21 Uhr, egal welcher Wochentag, wäre besser“, sagt er. Dann gäbe es keine Unsicherheit bei den Besuchern. Zudem regt er an, die Wegeführungen zwischen den Kellern zu verbessern. Ganter lobt die großen Schilder an den Ortseingängen, die besser als in den Vorjahren auf das Parkleitsystem hinweisen. Gut angenommen werden auch die Rahmenangebote, wie die Lego-Ausstellung im Alten Bahnhof. „Die Besucherzahlen sind wie in den Vorjahren“, sagt Hannelore Reuther-George, die die Ausstellung organisiert hat. Zwar sei ein Öffnungstag weg gefallen, da der vierte Advent und Heiligabend auf einen Tag gefallen seien, doch sei der Besuch nach Weihnachten umso besser gewesen, sagt sie.

Auch die von der Bürgerinitiative Leben in Trarbach erstmals organisierten Kulturveranstaltungen in den Trarbacher Kellern seien gut angenommen worden, sagt Kirsten Haag. Organisator Gerhard Lettl sagt, man wolle beim kommenden Wein-Nachts-Markt erneut ein Kulturprogramm auflegen.

In den nächsten Wochen wollen sich Organisatoren und Kellerbetreiber treffen und über mögliche Verbesserungen und Anregungen für die kommende Auflage des Mosel-Wein-Nachts-Marktes reden, sagt Haag.

Vielleicht hilft dann auch eine Untersuchung von Absolventen der Polizeischule am Flughafen Hahn: Sie haben während der Öffnungstage den Verkehrsfluss in der Moselstadt beobachtet.