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| 12:27 Uhr

Karneval
Eine neue Generation von Narren steht bereit

Bernkastel-Kues. In Bernkastel-Kues gibt es wieder einen Fastnachtszug. Junge Leute stellen ihn auf die Beine. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

 Nach sechs Jahren Pause soll es in Bernkastel-Kues wieder einen Fastnachtsumzug geben. Der bisher letzte Zug ging 2011 über die Bühne und rollte von der Friedrichstraße  in Kues über die Brücke zum Bernkasteler Marktplatz, wo er mit einer Party endete.  Veranstalter war damals der Karnevalsverein Huckebein. Die damalige Begründung des Vorsitzenden Eric Achtermann für das Aus:  Immer weniger  Leute würden Wagen bauen oder sich in Fußgruppen engagieren.  „Da lassen wir es lieber ganz bleiben, bevor wir uns blamieren“, sagte er.  Der Zug lebte zum Schluss vor allem von Wagen und Gruppen aus Nachbarorten.

Die Zuggeschichte in Bernkastel-Kues ist wechselhaft: Auch von 1984 bis 1997 war schon einmal  Pause. Dann ging Huckebein wieder in die Offensive. Bis zu 10 000 Zuschauer standen in der Folge am Straßenrand. Nach dem erneuten Aus hatte Achtermann gesagt: „Wir brauchen einfach mehr Leute, die mitmachen. Ich hoffe nicht, dass wir wieder 13 Jahre warten müssen.“

Danach sieht es nicht aus. Junge Leute wollen den Zug wiederbeleben. Laufen soll er am Fastnachtssamstag, 10. Februar, als Nachtumzug (Beginn 18.33 Uhr). Huckebein steht nach Angaben von Eric Achtermann im Hintergrund. Der Verein trete aber in soweit auf, dass der Zug über ihn versichert sei. Einer der Organisatoren ist Marvin Denzer. Gerade einmal 19 Jahre ist er. Warum tut er sich das an, eine solche Großveranstaltung zu organisieren? Er habe mit Freunden immer schon an diversen Umzügen teilgenommen, sagt er. Beim vorerst letzten Umzug waren sie mit einem Wagen vertreten auf dem die medizinische Situation in der Stadt dargestellt wurde. Im vergangenen Jahr waren sie mit einem riesigen Wagen der die Hochmoselbrücke darstellte, in mehreren Orten unterwegs, „Irgendwann haben wir uns gesagt, dass wir auch in Bernkastel-Kues wieder einen Umzug brauchen“, erzählt er. Zusammen mit Simeon Oster hat der Verfahrenstechniker eine Firma gegründet, die Veranstaltungen organisiert. Der harte Kern  derer, die den Umzug organisieren, bestehe aus acht bis zehn Leuten im Alter von 19 bis 27 Jahren, so Denzer.

Was zurzeit drängt, ist die Teilnehmersuche. Knapp zehn Anmeldungen gebe es bisher - aus der Stadt und aus dem Umland. Das sei natürlich noch zu wenig. Er sei aber sehr optimistisch, dass es noch viel mehr werden. Auch weil an diesem Tag und an diesem Abend sonst nicht viel los sei.

Mit dabei sind auf jeden Fall Teilnehmer vom Huckebein und den Cueser Schweden, dem anderen städtischen Karnevalsverein. Denzer rechnet damit, dass vor allem die besondere Atmosphäre eines Nachtumzuges mit illuminierten Wagen und Fußgruppen viele Teilnehmer und natürlich Zuschauer lockt. Die Zugstrecke wird sich gegenüber 2011 ändern. Es geht von der Burgstraße in Bernkastel über Marktplatz, Brücke und Kreisel zum Forumsplatz/Güterhalle. Dort löst sich der Zug auf. Für die jungen Leute  beginnt dann dort eine Party, die sich wohl hauptsächlich in der Güterhalle abspielen wird. Die älteren Semester treffen sich auf dem Marktplatz zur Ü-30-Party.

Eines wird im Gespräch deutlich. Die jungen Leute gehen nicht blauäugig an die Sache heran. Dabei ist es sicher von Vorteil, dass Marvins Vater Michael ein erfahrener Veranstalter ist. So wird in den Hinweisen für die Teilnehmer stehen, dass von den Wagen und aus den Reihen der Fußgruppen kein Alkohol ausgeschenkt werden darf.