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Brauchtum
Neue Farbe für die Gottesmutter

Foto: Ulla Wendland
Foto: Ulla Wendland FOTO: TV / Ulla Wendland
Wintrich. Der Förderverein Weinlehrpfad Wintrich restauriert „Sieben Schmerzen Marias“.

Der Förderverein Weinlehrpfad Wintrich hat jüngst die Bildstöcke „Sieben Schmerzen Marias“ restauriert. Er übernimmt nun auch die Initiative für die Wiederherstellung und Aufbereitung des „Großer Herrgott“, der ebenfalls beschädigt ist und von dem die Farbe abblättert.

Die Bildstöcke „Sieben Schmerzen Marias“ wurden in Zeiten großer Frömmigkeit und Not entlang des Deutschen Weges aufgestellt. Ursprünglich befand sich ein achter Bildstock am Ende der Reihe, auf dem die Kreuzigung Jesu dargestellt wurde. Bei einer Flurbereinigung in den 1960er Jahren wurden die Bildstöcke ganz abgebaut, mehrere von ihnen landeten gar auf der Mülldeponie.

Der Pfarrgemeinderat beschloss damals, altes Kulturgut wieder zu errichten. Dank Spenden der Bevölkerung, Gästen und Unterstützern der Gemeinde wurde der Restaurator und Künstler Franz Kalutza aus Wittlich damit beauftragt, die Bildstöcke zu erneuern. Mit den Eigentümern der Weinberge, in denen die Bildstöcke stehen, wurde ein kostenloser Pachtvertrag über 99 Jahre geschlossen und im September 1987 konnten die neu angefertigten Bildtafeln an ihren Standorten gesegnet werden.

Nun wurden die Bildstöcke „Sieben Schmerzen Marias“ gereinigt und gestrichen. Hierfür dankte der erste Vorsitzende des Fördervereins Weinlehrpfad Wintrich und Initiator Werner Marginet den Helfern des Vereins: Achim und Brigitte Wange, Christoph Gibbert, Heinz Schneider und Dieter Wendland sowie besonders Hubert Schneider, der die Schönheitsarbeiten übernahm.

Nach einer Messe begaben sich die Gläubigen auf den Pfad, auf dem Pastor Andreas Kern und Küsterin Inge Klein das Abendlob hielten.