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Tourismus
Neuer Lebensraum für Eidechsen und Falter

Wintrich. 30 Helfer haben brachliegende Rebenterrassen freigelegt. Dadurch bekommt die Fläche ihren offenen Charakter zurück.

Brachliegende Rebenterrassen unterhalb des „Großen Herrgotts“ in Wintrich waren Mitgliedern des Fördervereins Weinlehrpfad Wintrich ein Dorn im Auge. Das hat sich geändert. Inzwischen wurden die freigelegten Terrassen eingeweiht.

Bei der Generalversammlung des Vereins Anfang des vergangenen Jahres schlug Mitglied Rudi Kilburg vor, die Fläche wieder freizulegen, schildert rückblickend Werner Marginet, erster Vorsitzender des Fördervereins Weinlehrpfad Wintrich.

Die Verantwortlichen nahmen zudem Kontakt zu Anne Buchsbaum-Sehn vom Verbundprojekt „Lebendige Agrarlandschaften“ auf. Im Rahmen des Projekts „Steillagenweinbau schafft Vielfalt – Das Moselprojekt“ wurde die Aktion zur Aufwertung dieses Lebensraumes durch Beratung und Förderung unterstützt. Das Moselprojekt ist Teil des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.

 Zwischen November 2017 und Januar 2018 arbeiteten rund 30 Vereinsmitglieder insgesamt 262 Stunden an diesem Projekt. Inzwischen hat der Förderverein „durch mühevolle Handarbeit engagierter Mitglieder hier eine brachgefallene Rebterrasse mit Trockenmauern freigestellt“, sagt Marginet weiter. Brombeer- und Heckenrosengebüsche wurden gerodet.

Entfällt die weinbauliche Nutzung, sind Maßnahmen wie das Entbuschen die einzige Möglichkeit, den Offenlandcharakter und damit die Kulturlandschaft zu erhalten.  In dieser offenen exponierten Südlage leben Reptilien wie Mauereidechse und Schlingnatter sowie seltene Tag- und Nachtfalter.