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Partyhaus und Käsebahn

Da kommt Spielfreude auf – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei Heiner Kieren (Elternbeirat), Michaela Mast (Förderverein) und Stadtbürgermeister Wolfgang Port (von links). Foto: Clemens Beckmann
Da kommt Spielfreude auf – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei Heiner Kieren (Elternbeirat), Michaela Mast (Förderverein) und Stadtbürgermeister Wolfgang Port (von links). Foto: Clemens Beckmann
BERNKASTEL-KUES. (cb) Mit Spenden zum Ziel: Förderverein und Stadt haben der Kindertagesstätte St. Michael zwei Bewegungsspiele finanziert. Damit sollen Phantasie und Kreativität der Kinder angeregt werden.

"Wir haben schon ein Partyhaus gebaut", sagt die kleine Cailin stolz. Die Kinder in der Kindertagesstätte St. Michael im Stadtteil Bernkastel fangen offenbar schon früh an mit dem Tanzen. "Jetzt fehlen uns nur noch Diskokugeln", ergänzt eine ihrer Freundinnen. Die Bewegungsspiele, über die die Kindertagesstätte seit kurzer Zeit verfügt, sind eben vielseitig einsetzbar. "Die Kinder haben auch schon eine Käsebahn gebaut, auf der ein Käse rollen kann, und natürlich Höhlen", erläutert Kita-Leiterin Ute Schlimpen. Die Bewegungsspiele sollen Phantasie und Kreativität der Kinder anregen. Als der Wunsch aufkam, diese Utensilien anzuschaffen, wurden der Elternbeirat und die Sterntaler, der Verein der Freunde und Förderer, aktiv. "Wir wollten aber zwei Elemente à 21 Bausteine anschaffen", erzählt Heiner Kieren, der Vorsitzende des Elternbeirats. Pro Element war ein Betrag von 524 Euro aufzubringen. Dass der Förderverein ein Element bezahlt, war schnell klar. Für den Rest sollten Sponsoren gefunden werden. Bei dieser Suche traf Kieren auf Stadtbürgermeister Wolfgang Port, der sofort zusagte, das zweite Element zu bezahlen. Durch Spenden, zum Beispiel aus Second-Hand-Basaren, verfügt der Stadtbürgermeister über Mittel, die ganz gezielt für den Kauf von Spielgeräten eingesetzt werden sollen. "Wir müssen auch etwas für die Gesellschaft tun", hebt Sterntaler-Vorsitzende Michaela Mast hervor. Kindern und Jugendlichen müsse mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Mast: "Denn was man sät, das erntet man." In der Kindertagesstätte St. Michael werden derzeit 40 Mädchen und Jungen in zwei Gruppen betreut. Für 15 von ihnen stehen Ganztagesplätze zur Verfügung. Tendenz: Der Bedarf steigt.