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Pläne für Housing-Ersatz im November

Während auf der Air-Base Spangdahlem alte Housing-Blocks abgerissen werden, ist derzeit nicht bekannt, wie die neuen Häuser für die Militärs und deren Familien aussehen sollen. Foto: US Air-Force
Während auf der Air-Base Spangdahlem alte Housing-Blocks abgerissen werden, ist derzeit nicht bekannt, wie die neuen Häuser für die Militärs und deren Familien aussehen sollen. Foto: US Air-Force
Bis November müssen sich mögliche Bauherren für die 271 Häuser für Militärangehörige rund um die Air-Base Spangdahlem noch gedulden. Dann soll feststehen, wie die Unterkünfte aussehen sollen. Später werden dann die amerikanischen Streitkräfte entscheiden, wo gebaut wird. Von unserem Redakteur Harald Jansen

Spangdahlem. Reichlich groß bemessen scheint der Raum gewesen zu sein, in denen die Kreisverwaltungen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm Ausschau hielten nach möglichen Standorten für neue Unterkünfte für US-Militärs. Rund 3000 potenzielle Grundstücke sind so in mehr als 100 Gemeinden zusammengekommen. Letztendlich gebaut werden sollen 271 Wohneinheiten.Alle Informationen in einem Internet-Angebot

Dass diese Häuser gebaut werden, steht für das rheinland-pfälzische Innenministerium außer Frage. Schließlich habe die US-Regierung eine Anforderung an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben und damit 271 Wohneinheiten rund um die Air-Base Spangdahlem bestellt, teilt Eric Schäfer, Sprecher des Mainzer Innenministeriums mit. Dass die Häuser gebaut werden, obwohl die Pläne für den Bau für Unterkünfte rund um Kaiserslautern und Ramstein auf Eis gelegt wurden (der TV berichtete), stehe ebenfalls außer Frage. In der Westpfalz sollten rund 1700 neue Wohneinheiten entstehen. Innenminister Karl Peter Bruch hatte dieses Vorhaben vor einigen Tagen gestoppt, da unter anderem auf dem privaten Markt mehr Wohnungen bereit stünden als zunächst angenommen. Wie diese Häuser aussehen sollen, weiß offiziell bisher immer noch niemand. Das soll sich bis November ändern. Dann soll bei einer Informationsveranstaltung in Spangdahlem von der Housing-Initiative Rheinland-Pfalz (HIRP) eine Internet-Plattform vorgestellt werden. Die richtet sich an Investoren, Firmen, Dienstleister und Grundstückseigentümer. Einen Eindruck von den für die Amerikaner zu errichtenden Häusern kann sich derjenige machen, der sich in das oberpfälzische Eschenbach aufmacht. Dort entsteht die Netzaberg-Housing-Area. Rund 830 Häuser für rund 3600 US-Soldaten und deren Familien sind dort im Bau. Es wird eine komplett neue Stadt mit allen Einrichtungen entstehen.Eine solche geballte Ansiedlung wollen das Land Rheinland-Pfalz und die Kommunen in der Eifel nicht. Rund um Spangdahlem sollen deshalb an mehreren Standorten die neuen Häuser entstehen. Wie viele Landbesitzer rund um die Air-Base derzeit bereit sind, Grundstücke für die Militär-Häuser zur Verfügung zu stellen, kann das Innenministerium nicht sagen. Kümmerer Walter Densborn untersuche gemeinsam mit den Kommunen die Grundstücke auf deren Eignung in Bezug auf Baulandreife und Verfügbarkeit, heißt es aus Mainz. "Eine Auswahl der möglichen Flächen wird später über die US-Streitkräfte erfolgen", teilt Schäfer mit. Kümmerer Densborn, ehemals Bürgermeister der Verbandsgemeinde Manderscheid, ist sich derweil sicher, dass genügend Standorte gefunden werden. Er sei ständig unterwegs und im Gespräch mit den Kommunen, sagte er auf TV-Anfrage. Densborn geht davon aus, dass sich die späteren Standorte der Häuser im näheren Umfeld um die Air-Base konzentrieren. Das Innenministerium ist derweil froh über die Arbeit des Kümmerers. "Diese ortsnahe Information trägt in besonderer Weise, neben der Veranstaltung des Ministers am 9. August, zum weiteren Verständnis bei der Bevölkerung und den kommunalen Vertretern bei", heißt es in einer Mitteilung. Das Handeln der Landesregierung werde als Signal zur Stärkung der regionalen Wirtschaft verstanden. Wichtig ist laut Pressesprecher Eric Schäfer in diesem Zusammenhang, dass die HIRP nicht als Investor in der Eifel auftreten wolle, sondern für die Koordination und Steuerung des Hausbau-Projekts zuständig sei. Dies sei nicht immer deutlich geworden.