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Tiere
Vier Schüsse können ihn nicht stoppen: Entlaufener Bulle flieht vor Polizei

FOTO: TV / Klaus Kimmling
Ürzig. Vor zwei Wochen ist er aus einem Schlachthof in Bausendorf ausgebüxt, jetzt hat der Bulle für dafür gesorgt, dass eine Bahnstrecke gesperrt werden musste. red

Der aus einem Schlachthof in Bausendorf (Kreis Bernkastel-Wittlich) entkommene Bulle hat am Mittwoch die Polizei auf Trab gehalten. Er lief zwischen Ürzig und Pünderich auf Bahngleise und sorgte für etliche Zugverspätungen. Insgesamt seien 20 Züge betroffen gewesen, teilte die Bundespolizei in Trier mit. Das Tier war bereits vor zwei Wochen aus dem Schlachthof ausgebüxt, am Mittwochnachmittag stand es auf den Bahngleisen.

Wie schon früher bei ähnlichen Fällen geschehen, hatte die Kreisverwaltung Wittlich bereits entschieden, dass der flüchtige Bulle vom Inhaber des Schlachthofes erschossen werden sollte. Dieser konnte von der Bundespolizei ermittelt werden und erschien zügig am Ort des Geschehens. Doch das letzte Stündlein des Bullen hatte immer noch nicht geschlagen: Zunächst fehlte die Genehmigung der Jagdbehörde zur Schussabgabe. Als schließlich Jäger vor Ort erschienen, gaben sie laut Bundespolizei vier Schüsse auf das Rind ab. Doch auch die Kugeln brachten den stark am Leben hängenden Bullen nicht zur Strecke. Er setzte sich offenbar nur leicht verletzt in Richtung Kinderbeuren ab.