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Präzision in neuer Dimension

SALMTAL. (red) Neu gerüstet für einen um die Hälfte geschrumpften Markt ist die Unilux AG am Fertigungsstandort Salmtal. Dort arbeitet seit kurzem die nach Angaben der Firma "in ihrer Art einmalige und modernste Anlage Europas" zur Herstellung von Kunststoff-Fenstern und Kunststoff-Haustüren. Die Drei-Millionen-Euro-Maschine ist eine Spezialanfertigung.

Die geringer gewordene Nachfrage nach Fenstern bei gleichzeitigem Preisrückgang bedeute für Fensterhersteller mit langfristiger Marktausrichtung, dass stetig Einsparpotenziale ausgeschöpft sowie Produkt- und Serviceverbesserungen erarbeitet werden müssten, teilte die Unilux, nach eigenen Angaben Deutschlands Marktführer bei Holz-Alu-Fenstern, mit. Deshalb habe sich das Unternehmen zu einer Investition entschlossen und rund drei Millionen Euro in eine Maschinenanlage investiert. Die Anlage sei eine Art Bearbeitungszentrum zur Herstellung von Kunststoff-Fenstern und Kunststoff-Haustüren. Damit könnten Präzisionswerte, die für die Fensterbranche neu und ansonsten nur aus der Automobil-Industrie bekannt seien, erreicht werden. Die Tageskapazität der Anlage soll zwischen 900 und 1000 Fenstern oder Türen betragen, gefertigt ausschließlich nach Maßen der Kunden. Durch die Leistungsfähigkeit der Anlage könne Unilux kurze Lieferzeiten bei hoher Flexibilität garantieren. Die Groß-Investition wurde im Beisein der 400 Mitarbeiter sowie von Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Betrieb genommen. Man hoffe, damit für die Teilnahme am mehr als 50 Prozent geschrumpften Markt neu gerüstet zu sein. Unilux zeigte sich überzeugt, dass sich dadurch für den deutschen Baumarkt, der immer noch der größte in Europa sei, neue Möglichkeiten ergäben, Marktanteile zu gewinnen. Außerdem profitiere das Exportgeschäft, das Unilux zunehmend forciere, da auch Bauprodukte "Made in Germany" im Ausland einen sehr guten Ruf genössen. Informationen: www.unilux.de.