| 18:13 Uhr

Wein
Pure Freude und pfiffiges Patenkind

Ortsbürgermeister Norbert Sproß empfängt Denise Wagner (Zweite von links) und ihre Mitstreiterinnen Bärbel Ellwanger (Zweite von rechts) und Laura Gerhardt mit Blumen.
Ortsbürgermeister Norbert Sproß empfängt Denise Wagner (Zweite von links) und ihre Mitstreiterinnen Bärbel Ellwanger (Zweite von rechts) und Laura Gerhardt mit Blumen. FOTO: Beckmann Clemens
Veldenz. Viele Veldenzer und weitere Gäste empfangen Mosel-Weinprinzessin Denise Wagner.

Der Stuhl ganz vorne links bleibt die meiste Zeit frei. Dort sitzt sonst bei Auftritten des Volksmusikorchesters Veldenz Denise Wagner. Die steht  an diesem Abend im Mittelpunkt – nicht als Klarinettistin sondern als neue Mosel-Weinprinzessin. Vor einer Woche hat sie in einem Herzschlagfinale mit Laura Gerhardt (Traben-Trarbach) und Bärbel Ellwanger (Trier) um die Krone gekämpft.

Verloren habe sie nicht, sagt sie. Höchstens zwei Sekunden habe ein Anflug von Enttäuschung geherrscht. „Nach einem kurzen Seufzer herrscht seitdem pure Freude“, sagt die 25-Jährige. Die zeigt sich auch beim Empfang in ihrem Heimatort.

Nicht nur die Prominenz, Landrat Gregor Eibes und Ulf Hangert, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, geben ihr die Ehre. Der Garten der Villa Romana, wie geschaffen für eine solche Veranstaltung, ist voller Menschen. Viele sind gekommen, um Denise Wagner persönlich zu gratulieren, viele haben Geschenke dabei. Die Atmosphäre ist sehr herzlich.

Auch ihre Mitprinzessin Bärbel Ellwanger und die neue Majestät, Laura Gerhardt, sind nach Veldenz gekommen. „Ihr seid ein Team“, sagt Ortsbürgermeister Norbert Sproß bei der Begrüßung.

Denise Wagner war von 2012 bis 2014 Veldenzer Ortsweinkönigin. Danach, das war ihr wichtig, absolvierte sie erst einmal eine Ausbildung zur Gesundheitsmanagerin. Doch im Herzen und im Kopf blieb immer der Gedanke, sich auch einmal einer Weinköniginnen-Wahl auf höherer Ebene zu stellen.  „Sie wollte da unbedingt teilnehmen, weil sie die Mosel und den Wein so liebt“, erläutert Vater Ernst.

„Norbert Sproß hat mich an Sylvester immer gefragt, ob ich noch Interesse habe. Letztes Jahr hat ber das nicht getan. Da habe ich mir selbst die Frage gestellt und sie mit Ja beantwortet“, berichtet Denise Wagner.

„Wir freuen uns unglaublich mit“, sagt Bürgermeister Ulf Hangert, der bei der Wahl live in der Mosellandhalle in Bernkastel-Kues war. „Es war gut, dass ich da war. Ich hätte sonst viel verpasst: witzige, spritzige und kompetente Kandidatinnen.“ „Mir tut es in der Seele weh, dass ich nicht dabei sein konnte“, sagt Landrat Gregor Eibes. Diese Art Brauchtum müsse erhalten bleiben und diene  als Vorbild. Die örtlichen Weinmajestäten aus Veldenz, Mülheim und Burgen, die mit am Ehrentisch sitzen, können an diesem Abend schon einmal Maß nehmen.

Das tut auch die kleine Lina, die zeitweise in der Moselblümchen-Tracht neben ihrer Klarinette spielenden Mutter auf dem leeren Stuhl bei den Musikern sitzt. Denise Wagner ist ihre Patentante. Noch keine zwei Jahre ist Lina alt. Wenn sie so auftritt wie an diesem Abend, wird sie in 15 bis 20 Jahren auch zu Höherem berufen sein.