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Rolls-Royce-Enthusiasten lieben die Mosel

Dass ein 40 Jahre alter Rolls-Royce Flying Spur vor dem Eingang des Hotels Richtershof steht, ist auch für Hoteldirektor Armin Hoeck (rechts) nicht alltäglich. Hier begrüßt er Peter Cameron, der mit einem Dutzend weiterer Rolls-Royce-Enthusiasten erneut an die Mosel gekommen ist. TV-Foto: Winfried Simon
Dass ein 40 Jahre alter Rolls-Royce Flying Spur vor dem Eingang des Hotels Richtershof steht, ist auch für Hoteldirektor Armin Hoeck (rechts) nicht alltäglich. Hier begrüßt er Peter Cameron, der mit einem Dutzend weiterer Rolls-Royce-Enthusiasten erneut an die Mosel gekommen ist. TV-Foto: Winfried Simon
Rolls-Royce: Keine andere Automarke steht so für Luxus, Exklusivität und Reichtum. Auf der ganzen Welt, die meisten in England, dem Heimatland der edlen Automarke, sind 11 000 Mitglieder im Rolls-Royce-Club zusammengeschlossen. Einige von ihnen machten nun mit zwölf der edlen Karossen Station an der Mosel. Von unserem Redakteur Winfried Simon

Mülheim. Wer hätte das gedacht: 80 Prozent aller jemals gebauten Rolls-Royce-Fahrzeuge sind noch fahrtauglich. Das spricht für die unvergleichliche Qualität und Robustheit dieser Autos, aber auch für den Enthusiasmus der Besitzer, die ihre Automobile mit Leidenschaft hegen und pflegen. Einmal im Jahr eine große Tour

Einer dieser Enthusiasten ist Peter Cameron aus England. Er ist Vorsitzender des Organisationskomitees der Rolls-Royce-Freunde. Jedes Jahr unternimmt er mit Gleichgesinnten eine große Tour. Die zumeist sehr wohlhabenden Autonarren waren schon in Malaysia, auf Borneo und in den Arabischen Emiraten - und nun bereits zum fünften Mal an der Mosel. Ziel ist das Weinromantikhotel Richtershof in Mülheim, eines der besten Häuser der Region. "Die Landschaft, der Wein und die freundlichen Menschen locken uns immer wieder hierher", sagt Cameron. Der graumelierte Gentleman besitzt gleich zwei Rolls-Royce: einen aus dem Jahr 1936 und einen Silver Cloud Flying Spur, Baujahr 1964. Mit letzterem ist er in diesem Jahr nach Mülheim gekommen. Neben seinem Flying Spur stehen weitere auf Hochglanz geputzte Edel-Karossen auf dem Hotel-Parkplatz. Unter anderem ein Phantom V, ein Silver Spirit, ein Silver Shadow und ein Silver Dawn. Auf der Kühlerhaube eines jeden dieser legendären Fahrzeuge prangt die Frauengestalt "Spirit of Ecstasy", auch Emily genannt. Die Kühlerfigur ist das unverkennbare Erkennungszeichen eines Rolls-Royce. "Die perfekte Qualität, der Luxus, der Stil, das ist es", so Cameron, "was die Rolls-Royce-Fans an ihren Fahrzeugen so lieben." Und viele dieser Enthusiasten sind inzwischen auch in die Mosel verliebt. Die Moselschleifen haben es ihnen besonders angetan. Neben Ausfahrten durch das reizvolle Moseltal genießen sie am Abend weinkulinarische Hochgenüsse der Region und schauen sich kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten an. In diesen Tagen machten sie Ausfahrten unter anderem nach Trier, Bernkastel-Kues, Neumagen-Dhron und zum Nürburgring, der auch in England bei Motorsportfreunden immer noch einen glanzvollen Namen hat.