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Rückkehr zur abgebrannten Hasenmühle

Hinter der Fassade der durch ein Feuer zerstörten Hasenmühle ist ein Holzhaus entstanden, in dem die Eigentümer Lena Mager (Mitte) und Ed Paterson (Zweiter von rechts) ab August wieder wohnen wollen. TV-Foto: Ursula Schmieder
Hinter der Fassade der durch ein Feuer zerstörten Hasenmühle ist ein Holzhaus entstanden, in dem die Eigentümer Lena Mager (Mitte) und Ed Paterson (Zweiter von rechts) ab August wieder wohnen wollen. TV-Foto: Ursula Schmieder
Burgen. Gut ein Jahr nach dem Brand in der bis dahin denkmalgeschützten Burgener Hasenmühle haben sich Besucher im Rahmen des Mühlentages vor Ort umschauen können.

Burgen. Die Fassade ist nach wie vor sichtlich in Mitleidenschaft gezogen, und es gibt immer noch verkokelte Balken zu sehen. Der Brand am Karfreitag, 22. April 2011, hat tiefe Wunden in der Hasenmühle am Ortsrand von Burgen hinterlassen (der TV berichtete mehrfach). Dennoch hat das Gebäude bereits ein komplett neues Dach erhalten, was auf den ersten Blick erstaunt. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass ein Haus im Haus am Werden ist. Hinter dem vom Brand gezeichneten Bruchsteinmauerwerk ist seit Januar ein auf einer Stahlkonstruktion ruhendes Holzhaus im Bau.
Ausgetüftelt haben die spezielle Neubau-Variante drei Fachleute: der aus Burgen stammende Mainzer Architekt Friedhelm Schultheis, Statiker Volker Menzel (Bernkastel-Kues) und Thomas Lorenz, Inhaber der Zimmerei Wiesel (Bernkastel-Andel). Die drei setzten sich zusammen und überlegten, wie möglichst viel von der historischen Mühle erhalten werden könnte. Denn das war der Wunsch der Eigentümer Lena Mager und Ed Paterson, deren Budget sich auf das von der Versicherung erhaltene Geld beschränkt. Bei der Umsetzung kam das Denkmalamt entgegen, das die Mühle aus der Liste der denkmalgeschützten Gebäude strich. Und das, obwohl der frühere Mühlraum bei dem Brand weitgehend unbeschädigt blieb.
Das Paar, das ab August wieder in der Hasenmühle leben will, hatte das Haus eigentlich aufgeben wollen. "Wir dachten, das schaffen wir nie", räumt Mager ein. Die erfahrene Anteilnahme und Unterstützung - insbesondere die der Burgener - sorgte jedoch für ein Umdenken. Schon beim Aufräumen packten viele Helfer unentgeltlich mit an, um laut Mager unvorstellbare Mengen von Dreck wegzuschaufeln. Um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen, hielt die Mühle nun nach einjähriger Pause am Deutschen Mühlentag an Pfingstmontag offen.
Wie in früheren Jahren sollen Einnahmen und Spenden dem Erhalt des historischen Mühlraums zugute kommen. urs