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Sägen für die Sicht

Mit seinen Kollegen hat Forstarbeiter Frank Weber dafür gesorgt, dass sich der "Bildstein" wieder in voller Pracht präsentiert.Foto: Ursula Schmieder
Mit seinen Kollegen hat Forstarbeiter Frank Weber dafür gesorgt, dass sich der "Bildstein" wieder in voller Pracht präsentiert.Foto: Ursula Schmieder
KLEINICH. (urs) Innerhalb von zwei Tagen befreiten Forstarbeiter des Kirchspiels Kleinich zwei Naturdenkmäler von Wildwuchs und Gestrüpp. Den "Drei Säulen" und dem mächtigen "Bildstein" hatten Bäume und Sträucher mit den Jahren derart zugesetzt, dass nur noch Kenner von ihrer Existenz wussten.

Selbst Bürgermeister Burkhard Born räumte ein, dass er zumindest bei der genauen Wegebeschreibung zu den Quarzit-Säulen hätte passen müssen. Umso beeindruckter genoss er deren imposantes Erscheinungsbild nach der erfolgreichen "Entgrünung": "Es ist schon seltsam, dass so etwas stehen bleibt, und rundherum alles frei ist."Schon vor 1938 Naturdenkmal

Zusätzliche Informationen über die beiden Quarzit-Monumente habe er jedoch nicht in Erfahrung bringen können. Sie sind seit mindestens 1938 als Naturdenkmäler eingestuft. Keine zwei Tage hatten die Forstarbeiter Frank Weber, Paul Giehl und Gottfried Jochum unter Anleitung von Revierleiter Thomas Görgen gebraucht, um die Steine von umstehenden Büschen und Bäumen zu befreien. Angeregt hatte die Aktion der Heimat- und Verkehrsverein Kirchspiel Kleinich. Da die Arbeit jedoch als zu gefährlich für die Vereinsmitglieder erachtet wurde, wurden die Forstarbeiter aktiv. Um der Gemeinde Kosten zu sparen, erhielt laut Born die Feuerwehr die Möglichkeit, das Holz abzuholen.Wiederentdeckungs-Tour ist eröffnet

Nun können sich Wanderer und Spaziergänger auf eine Art Wiederentdeckungs-Tour durch das Longkamper Mühlental begeben. Der Weg führt oberhalb des Trabener Baches entlang, von manchen auch Longkamper Bach genannt. "Bildstein" und "Drei Säulen", die nicht weit voneinander entfernt stehen, ragen wenige Kilometer vor Longkamp zwischen den verbliebenen Bäumen hervor.