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Dorferneuerung
Sanierung des Reiler Rathauses kostet 1,4 Millionen Euro

Das Rathaus Reil, in dem sich auch die Schulturnhalle befindet, muss saniert werden.
Das Rathaus Reil, in dem sich auch die Schulturnhalle befindet, muss saniert werden. FOTO: TV / Winfried Simon
Reil. Vereinsräume, Gemeindebüro, Sporthalle, Duschen für Wohnmobilisten: Das Reiler Bürgerhaus wird vielfältig genutzt. Von Winfried Simon
Winfried Simon

Das Rathaus ist für die Reiler der Mittelpunkt des Dorflebens. Dort finden private Feiern statt, dort sind die Vereinsräume mit Küche, dort hat der Ortsbürgermeister sein Büro, dort befindet sich im Untergeschoss der Jugendraum und dort können die Wohnmobilisten des angrenzenden Stellplatzes die sanitären Einrichtungen benutzen. In dem Gebäude wird auch Sport betrieben, und zwar von den Schülern der Grundschule Reil. Die große Sporthalle ist zum Jahreswechsel auch stets der Aufführungsort für die beliebten Theaterstücke des Reiler Theatervereins „Moselblümchen“.

Das Mehrzweckgebäude gehört je zur Hälfte der Ortsgemeinde und der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach als Schulträger. Doch das Anfang der 80er Jahre am Moselufer errichtete Gebäude ist in die Jahre gekommen. Es muss dringend saniert werden. Das betrifft den kompletten Innenbereich mit Toiletten und Duschen, der Elektrik, Heizung, und es muss ein barrierefreier Zugang für das mehrgeschossige Haus geschaffen werden. Ein Aufzug müsste eingebaut werden. Die Sanierung des Rathauses steht bei der Dorferneuerung auf der Prioritätenliste ganz oben.

Doch wie finanzieren? Wo das Geld hernehmen? Die Ortsgemeinde ist hoch verschuldet. Sie müsste einen Kredit aufnehmen. Verhandlungen mit der Kreisverwaltung als kommunale Aufsichtsbehörde müssen aufgenommen werden.

Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach als Schulträger wird sich beteiligen müssen. Bislang geht man von Gesamtkosten in Höhe von 1,36 Millionen Euro aus. Der Verbandsgemeinderat hat auf seiner jüngsten Sitzung den Sanierungsmaßnahmen grundsätzlich zugestimmt. Sie will 38 Prozent der Kosten übernehmen, den Rest müsste die Ortsgemeinde stemmen.

Die VG-Verwaltung ist nun am Zuge. Sie soll feststellen, welche Fördermöglichkeiten bestehen und mit den entsprechenden Zuschussgebern Kontakt aufnehmen.

Infrage kommen für den Anteil der Ortsgemeinde Mittel aus der Dorferneuerung. Reil ist Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung. Auch eine Förderung über das europäische Leader-Programm ist möglich. Die Verbandsgemeinde kann mit Mitteln aus dem Schulbauförderprogramm des Landes rechnen..Allerdings können voraussichtlich lediglich die Kosten für die barrierefreie Erschließung (Rampe, Aufzug und behindertengerechtes WC) sowie die Kosten für erforderlichen Brandschutzmaßnahmen als förderfähige Kosten anerkannt werden.

Für Ortsbürgermeister Rüdiger Nilles ist die Sanierung des Rathauses „ein ganz wichtiges Zukunftsprojekt der Gemeinde“. Nilles: „Es ist ein großer Unterhaltungsstau aufgelaufen. Es ist ein Haus für die Bürger wird von vielen Reilern und den Vereinen genutzt.“