| 20:37 Uhr

Schätze der Kirchenmusik

Wärme und Klarheit: Der Knabenchor aus Aachen beeindruckt bei seinem Auftritt in der Pfarrkiche St. Michael mit schönen Stimmen und glockenhellem Sopran. Foto: privat
Wärme und Klarheit: Der Knabenchor aus Aachen beeindruckt bei seinem Auftritt in der Pfarrkiche St. Michael mit schönen Stimmen und glockenhellem Sopran. Foto: privat
Bernkastel-Kues. Besonderer Tag für alle Freunde der geistlichen Chormusik: Der Aachener Domchor hat in St. Michael in Bernkastel-Kues Werke von Palestrina, Aichinger, Rheinberger, Nekes, Lemacher und Jobst gesungen.

Bernkastel-Kues. Der Aachener Domchor hat bei seinem Auftritt in St. Michael einen vielfältigen Querschnitt durch den großen Schatz der Kirchenmusik geboten. Unter der Leitung des in Graach geborenen Domkapellmeisters Berthold Botzet erstrahlten die Werke in wunderbarem Glanz. Die Zuhörer wurden mit klarer Linienführung in der Polyphonie, sensibel ausbalancierten Harmonien, lupenreiner Intonation und einer Wärme und Klarheit in den Oberstimmen verwöhnt, wie sie nur ein sorgfältig geschulter Knabenchor zustande bringt.
Besonders eindrucksvoll war der klare Knabensopran des Solisten Matthias Emonds-Pool im "Salve Regina" von Marc Antoine Charpentier. In festlicher Eleganz und Klangpracht erklangen die Motetten "Jubilate Deo" und "Te Deum laudamus" des englischen Komponisten Charles Stanford, an der Orgel begleitet von Dekanatskantor Michael Meyer.
Mit den Motetten "Ave Maria" und "Nun bitten wir den heiligen Geist" erklangen drei anspruchsvolle und mit kühnen Harmonien gewürzte Chorwerke des Bernkasteler Komponisten Hermann Schroeder. Die Zuhörer dankten dem Aachener Domchor, der auf eine 1200-jährige Tradition zurückblickt und auf die Schola Palatina von Kaiser Karl dem Großen zurückgeht, mit langanhaltendem Applaus für eine Sternstunde der Kirchenmusik.
Der Erlös des Konzertes, das in Zusammenarbeit mit der Hermann-Schroeder-Gesellschaft veranstaltet wurde, ist als Spende für die neue Orgel in St. Michael gedacht. red