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Schüler krönen ihren neuen Rektor

Sketch mit Rektor: Die Schüler der Theatergruppe des Traben-Trarbacher Gymnasiums krönen ihren neuen Schulleiter. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Sketch mit Rektor: Die Schüler der Theatergruppe des Traben-Trarbacher Gymnasiums krönen ihren neuen Schulleiter. TV-Foto: Christoph Strouvelle
Traben-Trarbach. Nach einem Jahr Probezeit ist Rudolf Müller-Keßeler offiziell in sein neues Amt als Rektor des Gymnasiums in Traben-Trarbach eingeführt worden. Er forderte sein Kollegium auf, mit neuen und kreativen Ideen Schule erlebbar und erlebenswert zu machen. Christoph Strouvelle

Traben-Trarbach. Das Gymnasium Traben-Trarbach hat jetzt auch offiziell wieder einen Schulleiter. Ein Jahr hat Rudolf Müller-Keßeler den Posten des Schulleiters zur Probe innegehabt. In einer Feierstunde, die von zahlreichen Vorführungen der Schüler des Gymnasiums umrahmt wurde, überreichte Peter Epp als Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier die Urkunde.
Zahlreiche Redner begrüßten den neuen Rektor an seiner Wirkungsstätte und sparten nach dem Probejahr am Traben-Trarbacher Gymnasium nicht mit Lorbeeren. Epp verglich den Posten des Schulleiters mit einem Elefanten, der manchmal eine dicke Haut braucht, aber auch seine Stoßzähne moderat einsetzen und auch schon mal eine Fanfare ausstoßen muss. Landrat Gregor Eibes nannte pädagogisches Geschick, Führungsverantwortung und Fingerspitzengefühl als wichtige Eigenschaften für einen Schulleiter, der Kommunikator, Motivator und Mediator zugleich sei. "Sie sind ein Mensch, der alles erfüllt und das im ersten Jahr bewiesen hat", sagte Eibes.
Die Schüler des Gymnasiums setzten ihrem neuen Rektor in einem Sketch gar eine Krone auf. Der Geehrte beschrieb in seiner Antrittsrede als neuer Schulleiter die Anforderungen an eine gute Schule. Sie müsse eigeninitiativ sein und ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit vermitteln. Deshalb will er seinen Lehrern Raum zur Kreativität überlassen. "Man soll auf die Kompetenz der Kollegen vertrauen", sagte er. Neuen Ideen sei Raum zu geben, um Schule erlebbar und erlebenswert zu machen. Jedes Projekt sei dabei ein eigener Baustein. Seine Aufgabe als Schulleiter sei es, die verschiedenen Teile zu einem Mosaik zusammenzusetzen und zuhalten, damit ein Kunstwerk daraus wird. "Die Schüler sollen gerne in ihre Schule, ihr Gymnasium kommen." Im Blickpunkt stehe dabei die Vermittlung von fachlicher, überfachlicher und sozialer Kompetenz.
Sein vornehmliches Ziel in Traben-Trarbach ist, die G8-Ganztagsschule zu etablieren. Von der Schulbehörde wünscht sich Müller-Keßeler genügend Lehrer für eine unterrichtsdeckende Versorgung. Der Appell an seine Lehrkräfte: Sie sollen mit dem richtigen Maß an Güte und Strenge kreativ und authentisch sein.Extra

Rudolf Müller-Keßeler stammt aus Immerath und war vor seiner Versetzung nach Traben-Trarbach am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun tätig. Dort unterrichtete er Mathematik und Physik. Er ist 57 Jahre alt, verheiratet und hat drei Söhne. Von 1994 bis 2009 war er in Immerath Ortsbürgermeister. In seiner Freizeit liest er gerne Krimis, spielt Skat und löst Sudoku-Rätsel. cst