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Singen seit Kaisers Zeiten

Der Vorsitzende Heinz Koller überreichte der Landrätin Beate Läsch-Weber als Erinnerung an diesen Abend das neueste Foto des Liederkreises. Foto: Petra Geisbüsch
Der Vorsitzende Heinz Koller überreichte der Landrätin Beate Läsch-Weber als Erinnerung an diesen Abend das neueste Foto des Liederkreises. Foto: Petra Geisbüsch
FLUSSBACH. (peg) Eine Festansprache nach der anderen: Zum 100. Geburtstag des Gesangvereins "Liederkranz" waren sämtliche Redner voll des Lobes für die Leistungen der Aktiven.

Mit viel Gefühl trug der Liederkranz unter der Leitung von Josef Marx an diesem Abend seine Weisen vor. Beim Lied von der kleinen Schwalbe, die übers Meer davon fliegt, schimmerten sogar hier und da feuchte Augen im voll besetzten Festzelt. Viel Lob und etliche Geschenke hatten die Redner mit im Gepäck. Landrätin Beate Läsch-Weber verschenkte das Wappen des Landkreises und fasste zusammen: "Singen fördert die Konzentration, reduziert den Schmerz, reduziert Stress und depressive Verstimmungen." Diesen Erkenntnissen eines Musikpsychologen fügte sie hinzu: "Und singen hält jung!" Was den, durch die Bank älteren Semestern des Chores samt seiner zahlreich angereisten Gastvereine ein amüsiertes Lachen entlockte. Zweimal 100 Euro nahm der Vorsitzende Heinz Koller entgegen. Einmal von Ortsbürgermeister Hans-Josef Drees, der die großen Verdienste des Chores sowohl in der zivilen als auch in der Kirchengemeinde betonte, und einmal von Verbandsbürgermeister Otto-Maria Bastgen. Er erinnerte daran, dass im Gründungsjahr 1901 in Deutschland noch der Kaiser regiert habe, und der Liederkranz mit Sicherheit bereits an Kaisers Geburtstag gesungen habe. Sängerkreisvorsitzender Paul Schulz erinnerte an die Höhen der Vereinsgeschichte: Gegründet 1901 aus zwölf Männern, vier Mädchen und drei Jungen, mauserte er sich zur tragenden Säule des gemeindlichen Lebens und erhielt 2001 sogar die Zelterplakette, die höchste staatliche Auszeichnung, die der Staat zum 100-jährigen Bestehen vergibt. Wiederholt richteten die Redner ihren Dank auch an den ehemaligen Vorsitzenden Bernhard Badry, der inzwischen vom Mitdreißiger Heinz Koller abgelöst wurde. Noch immer als Sänger aktiv, hatte Badry über drei Jahrzehnte die Geschicke des Vereins gelenkt.