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Spaß in der Kiste

Lisa, Lukas, Benedikt und Jonas schrauben an ihrer Seifenkiste. Foto: Ulrike Wimmer
Lisa, Lukas, Benedikt und Jonas schrauben an ihrer Seifenkiste. Foto: Ulrike Wimmer
PLEIN. Helm an und los – heißt es beim zweiten Seifenkistenrennen zum Pleiner Jakobus-Cup am Sonntag, 31. Juli, ab 14 Uhr. Da wird geschraubt, gesägt, getestet – und die Garage zur Werkstatt. ARRAY(0x18c82238)

"Er ist alles Schuld", sagt Thomas Ostermann und zeigt verschmitzt auf den 13-jährigen Benedikt Schlösser. Irgendwann sei er in einer alten Kiste mit angeschraubten Rollen den Berg neben dem Haus runtergedüst. Aus dieser Idee musste mehr werden. Als die Kinder zudem nach Abwechslung an der Pleiner Kirmes verlangten, wurde die Idee in die Tat umgesetzt und der Jakobus-Cup ins Leben gerufen. Das Seifenkistenrennen hat in Plein Tradition. Ende der 60er Jahre war Benedikts Onkel bereits begeisterter Seifenkistenfahrer. Zum zweiten Mal nun steigen etwa 14 Kinder im Alter zwi-schen sechs und 14 Jahren todesmutig in die schnellen Flitzer. Lisa Ostermann, Titel-verteidigerin und einziges Mädchen verrät ihre entscheidende Taktik: "Man muss sich so klein wie möglich machen." Aber nicht nur darauf kommt es an, auch der Bau des Fahrzeugs muss stimmen. Dazu haben die Kinder mit ihren Vätern früh begonnen, Rennwagen zu entwerfen und an der "Aerodynamik" zu tüfteln. "Das richtige Material findet sich am besten in der Sperrmüllsammlung", erklärt Albert Schlösser und schneidet ein Stück Reifen zurecht, das die Bremse stärken soll - 17 verschiedene Varianten haben er und Benedikt bereits getestet. Jetzt wird die verbleibende Zeit bis zum Rennen genutzt, dem Wagen den letzten Schliff zu verpassen. Dabei müssen die aufgestellten Regeln beachtet werden. Zum Beispiel dürfen Fahrer und Seifenkiste zusammen nur 110 Kilo wiegen. Und ganz wichtig: keine Original Seifenkistenräder! Individueller Bau und Gestaltung spielen eine große Rolle, damit der Wettbewerb fair bleibt. Immerhin steht der Spaß für die Kinder - und Väter - an erster Stelle.