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Kichensanierung
St. Peter in Osann soll auch innen glänzen

Sie setzen sich für die Innensanierung der Pfarrkirche St. Peter in Osann ein. Das Foto zeigt von links Pfarrer Andreas Kern, Kornelia Licht und Christel Beucher.
 
Sie setzen sich für die Innensanierung der Pfarrkirche St. Peter in Osann ein. Das Foto zeigt von links Pfarrer Andreas Kern, Kornelia Licht und Christel Beucher.   FOTO: Winfried Simon / TV
Osann-Monzel. Die Osanner Pfarrkirche muss innen saniert werden. Förderverein sucht weitere Mitglieder und hofft auf großzügige Spenden. Von Winfried Simon
Winfried Simon

250 000 Euro ist eine gewaltige Summe für eine kleine Pfarrei mit rund 700 Mitgliedern.  250 000 Euro ­ so viel wird nach ersten Schätzungen die Innensanierung der Pfarrkirche St. Peter in Osann kosten. Aber es gibt einen Förderverein und einen optimistischen Pfarrer, die das ehrgeizige Projekt angehen wollen.

Andreas Kern, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft  „Rechts und Links der Mosel“, zu der neben Osann auch die Pfarreien St. Remigius Brauneberg mit Filiale in Mülheim, St. Josef Brauneberg-Filzen,  St. Georg Kesten, St. Lambertus Maring-Noviand, St. Nikolaus Monzel,  St. Marien Veldenz und St. Stephanus Wintrich gehören, sagt voller Zuversicht: „Wir sollten schon im kommenden Jahr mit den Arbeiten beginnen.“

Im März 2015 gründete sich der „Kirchbau-Förderkreis St Peter Osann. Vorsitzende ist Kornelia Licht.  In der Kasse des Vereins sind derzeit 50 000 Euro. Zusammengekommen ist die Summe durch Mitgliederbeiträge und über Einnahmen verschiedener Veranstaltungen, die der Förderkreis organisiert hat ­ unter anderem ein Gospelkonzert, Adventsbasar und die Veranstaltung „Bibel und Wein in der Kircche“.

Der Mitgliedsbeitrag  beträgt 30 Euro im Jahr, nach oben  sind aber keine Grenzen gesetzt, wie Kornelia Licht erklärt: „Es gibt auch Bürger, die 100 Euro im Jahr zahlen.“ Sie sowie die im Vorstand aktive Christel Beucher hoffen auf mehr Mitglieder und auf weitere Spenden aus der Bevölkerung und heimischer Unternehmen.  Sie sagt: „Es geht auch um die Erhaltung eines Kulturgutes.“

In der im Rokoko-Stil ausgestatteten Kirche gibt für die Handwerker viel zu tun. Die Fenster müssen eingeputzt,  die Wände und Decke neu gestrichen, der Holzboden saniert und die Elektroleitungen teilweise erneuert werden.

 An manchen Stellen sind bereits tiefe Risse in den Wänden zu erkennen. Pfarrer Kern ist sich sicher: „Es ist nicht einfach nur mit einem Anstrich getan, es hängt noch mehr dran.“

Vor rund zehn Jahren wurde das 1772 erbaute Gotteshaus mit seinem vierachsigen Saal und dreiseitig geschlossenem Chor außen renoviert. Das kostete rund 300 000 Euro, Das Bistum Trier gab damals  einen Zuschuss von 60 Prozent. Kein Fördergeld vom Bistum gibt es allerdings für die Innensanierung,  erklärt Pfarrer Kern. Geld gebe es nur für „substanzerhaltene Maßnahmen“.

Damit St. Peter also auch von innen wieder glänzt, muss die Kirchengemeinde die  finanzielle Last alleine tragen. Ohne einen Kredit wird es wohl nicht gehen. Aber die Kasse des Fördervereins soll sich weiter füllen ­ mit Spenden, Mitgliedsbeiträgen, eventuell  einem Zuschuss von der Ortsgemeinde, und durch Einnahmen weiterer Veranstaltungen, die der Verein organisiert.