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Tourist-Info Zell wird umstrukturiert

Das Zeller Schloss ist ein touristisches Aushängeschild der Stadt Zell. 1521 kehrte dort Kaiser Maximilian ein, und 1847 beehrte Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. das Haus mit seinem Besuch. Im Hauptteil des Schlosses befindet sich ein Hotel mit Restaurant, in einem weiteren Teil die in den vergangenen Jahren vorbildlich restaurierte Synagoge. Foto: TV-Archiv/Winfried Simon
Das Zeller Schloss ist ein touristisches Aushängeschild der Stadt Zell. 1521 kehrte dort Kaiser Maximilian ein, und 1847 beehrte Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. das Haus mit seinem Besuch. Im Hauptteil des Schlosses befindet sich ein Hotel mit Restaurant, in einem weiteren Teil die in den vergangenen Jahren vorbildlich restaurierte Synagoge. Foto: TV-Archiv/Winfried Simon
Schon länger ist die Tourist Information im Zeller Land in der Diskussion. Nun streben Verbandsgemeinde und Stadt eine Neustrukturierung an und haben ein Fachbüro eingeschaltet. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen.

Zell. (pl) Die Tourismusorganisation in der Verbandsgemeinde Zell soll neu strukturiert werden. Hauptziel ist es, die Aufgaben des Tourismusmarketings in Stadt und Verbandsgemeinde neu und zukunftsorientiert zu definieren, auszurichten und effektiver zu gestalten. VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon und Stadtbürgermeister Jürgen Bamberg haben nun die "ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH" aus Köln beauftragt, eine Studie unter Beteiligung der Leistungsträger, der politischen Gremien und der Verwaltung zu erstellen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die VG-Verwaltung Zell die Probleme der derzeitigen Situation herausgearbeitet und das Einschalten eines Fachbüros vorgeschlagen. In einer gemeinsamen Sitzung der Ältestenräte von Verbandsgemeinde und Stadt Zell erläuterten zwei Beratungsbüros ihre Vorstellungen für eine Untersuchung. Die Kölner GmbH bekam mit ihrem Konzept den Zuschlag.Zuerst sollen in der Reorganisationsphase vielfältige Fragen geklärt werden: Was sind die zentralen Zukunftsaufgaben der touristischen Organisationen in Stadt und VG? Wie sind diese zu definieren? Was davon wird heute schon erfüllt, von wem und mit welchem Aufwand? Was muss hinzukommen, um den Tourismus erfolgreich weiterzuentwickeln und die wirtschaftlichen Effekte zu optimieren? Außerdem geht es in dieser Phase darum, wie die definierten Zukunftsaufgaben in Stadt und VG künftig angegangen und finanziert werden. Auch der notwendige Personal- und Budgeteinsatz für den Tourismus ist Thema.Um eine geeignete Lösung zu finden, sollen dann auf der Basis einer umfassenden Geschäftsfeld- und Wirtschaftlichkeitsanalyse der Tourist-Information alle touristischen Marketingaktivitäten im Gebiet der VG dargestellt werden. Hierzu sind Leitfadengespräche mit Organisationen, Institutionen und Unternehmen über vorhandene Vorstellungen zu Aufgaben im Tourismus und zur Neustrukturierung vorgesehen.In diesen Prozess sollen die touristischen Leistungsträger aus Hotellerie, Gastronomie und Weinbau eingebunden werden. Nach der Situationsanalyse gibt es Workshops, in denen die Ist-Situation bei Aufgabenorganisation, Marketing und Finanzierung bewertet und ein gemeinsames Ziel definiert wird.Bürgermeister erhoffen sich umsetzbare Empfehlungen

In der Konzeptionsphase sollen Lösungen für Aufgaben, Trägerschaft, Finanzierung, Rechtsform und die Personalsituation erarbeitet werden. Ende 2008 steht dann die Entscheidung über die künftige Strategie im Tourismus in der VG Zell an. Anfang 2009 wird nach Vorstellung von VG und Stadt mit der Umsetzung begonnen.Die beiden Bürgermeister Simon und Bamberg erhoffen sich klare, umsetzbare Handlungsempfehlungen und Vorschläge zur Optimierung der Organisationsstruktur. Von den Leistungsträgern erwarten sie konkrete Impulse für eine rosige Zukunft des Tourismus. Schließlich haben alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel: die Tourismusregion rund um Zell noch besser zu vermarkten. Die "ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH" nimmt in den nächsten Wochen ihre Beratungstätigkeit auf.