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Unterwegs nach Köln

Die Pfadfinder haben sich etwas besonderes ausgedacht: Jeder darf sich als Erinnerung ein Freundschaftsbändchen flechten. Lea Freis (links) verteilt die Fäden in den deutsch-französischen Nationalfarben. Foto: Ulrike Wimmer
Die Pfadfinder haben sich etwas besonderes ausgedacht: Jeder darf sich als Erinnerung ein Freundschaftsbändchen flechten. Lea Freis (links) verteilt die Fäden in den deutsch-französischen Nationalfarben. Foto: Ulrike Wimmer
WITTLICH. (wi) Vom 11. bis zum 21. August lädt der Papst die Jugend der Welt zum XX. Weltjugendtag nach Köln ein. Unter dem Motto "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten" werden 800 000 junge Menschen erwartet. Unter ihnen werden rund 120 Gäste aus den Bistümern Beauvais und Troyes in Frankreich sein.

In den Tagen der Begegnung vom 11. bis 15. August sind Gäste aus Frankreich im Dekanat Wittlich, wo sie in den nächsten Tagen ein abwechslungsreiches Programm in den Gemeinden ihrer Gastfamilien erwartet. Zur Begrüßung luden die Pfadfinder des Stammes St. Rochus ins Pfadfinderhaus St. Paul ein. Dort konnten die Pilger im Alter zwischen 16 und Anfang 30 in Ruhe ankommen und ihre Gastfamilien kennenlernen. Die Begrüßung übernahm Steffen Stutz, Pastoralreferent des Dekanats Wittlich, gemeinsam mit anderen Pastoralreferenten der Pfarreien. Etwas besonderes hatten sich die Pfadfinder der Roverrunde einfallen lassen: Als Zeichen der Freundschaft konnte sich jeder ein Freundschaftsbändchen in den deutsch-französichen Nationalfarben knüpfen. Nach der Einteilung der Gäste in ihre Gastfamilien wurden erste Kontakte geknüpft. Dabei waren die unterschiedlichen Sprachen zwar ein kleines Hindernis, aber mit Händen und Füßen ging es doch. "Wir können zwar kein Französisch, dafür aber unsere Kinder", erklärte eine Gastmutter aus Dreis, die Clement (23) und Benoît (19) aus Beauvais in den nächsten Tagen bei sich aufnimmt. Benoît, der zwar in der Schule Deutsch lernt, lacht. Viel könne er nicht sprechen, für das Notwendigste wie Danke, Bitte, Guten Tag reiche es aber. Am meisten freuen sich die beiden darauf, junge Leute aus der ganzen Welt kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam zu feiern. Clement, ein erfahrener Weltjugendtags-Gast, war bereits in Rom und Paris und ist nun zum ersten Mal in Deutschland. Er freut sich besonders auf das deutsche Essen und eine andere Kultur. Außerdem ist er gespannt auf den Papst und den Vergleich der Religionsausübung von Deutschen und Franzosen. "Ich möchte wissen, welche Unterschiede es gibt und ob es welche gibt", erklärt er. Bevor es allerdings nach Köln geht, erwartet die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm im Dekanat Wittlich.