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Viel Anspruch auf Schonfrist

Sylvia Westermann hat wie alle anderen Personen, die in herausgehobenen und von der Öffentlichkeit beobachteten Positionen arbeiten, das Recht auf die 100-Tage-Schonfrist. Vielleicht müssen ihr auch ein paar Tage mehr zugestanden werden.

Zu umfangreich ist das Spektrum der Aufgaben, mit denen sie konfrontiert ist. Sie soll neue und möglichst zahlungskräftige Gäste in die Stadt bringen und das Plateau attraktiver machen. Der Anspruch, Erlebnisstadt zu werden, wird auch von ihrer Arbeit maßgeblich beeinflusst. Sie will die Gäste zufrieden nach Hause fahren sehen und sucht deshalb das Gespräch mit den Betteninhabern. Ihr Ziel: Pensionen und Hotels müssen sich dem neuesten Stand zumindest annähern. Ihr Vorteil: Sie kann als "Zugezogene" den Leistungsträgern unvoreingenommen gegenüber treten. Dass sie bisher in größeren Konzernen tätig war, ist an ihrer Sprache zu merken. Sie spricht vom Tour-Operator (Reiseveranstalter), von der Destination (Örtlichkeit) und von den Airlines (Fluggesellschaften). Es gibt so schöne deutsche Worte für die Anglizismen. Sylvia Westermann sollte sie nutzen. Sie passen besser in die Region. c.beckmann@volksfreund.de