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Wald-Freunde eröffnen sechs Kilometer langen Naturrundweg

Der Ornithologe Dr. Heinrich Weitz (links) zeigt auf dem neu eröffneten Naturrundweg das Bild eines Neuntöters. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Der Ornithologe Dr. Heinrich Weitz (links) zeigt auf dem neu eröffneten Naturrundweg das Bild eines Neuntöters. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Enkirch. Zum zweiten Mal haben die "Enkircher-Wald-Freunde 2011" einen Wald-Erlebnis-Tag veranstaltet. Jetzt wurde der neue Enkircher Naturrundweg offiziell eröffnet. Auf sechs Kilometern Länge bietet er viele Informationen über den Wald und seine Bewohner.

Enkirch. Der kurzweilige Rundgang führt auf befestigten und unbefestigten Wegen durch verschiedene Waldbiotope. Wissenswertes zum Lebensraum gibt es an sieben Stationen. Startpunkt der leichten Wanderung, die auch Kinder anspricht und abgekürzt werden kann, ist die Feuerwehrhütte an der L 193 zwischen Enkirch und Raversbeuren. Dort gibt es auch Parkplätze. Viele Interessierte haben sich mit den Wald-Freunden auf die Tour gemacht.
Mehr als 100 Mitglieder haben die Enkircher-Wald-Freunde mittlerweile. Es ist der jüngste Enkircher Ortsverein und einer der aktivsten, wie Ortsbürgermeister Roland Bender betonte. Der Ornithologe Dr. Heinrich Weitz führte die Gäste durch den Wald und machte sie auf eine Reihe von Vogelstimmen aufmerksam, die jetzt nach der Brut und zur Zeit der Mauser etwas verhaltener erklingen als noch vor einigen Wochen. 38 Nisthöhlen gibt es auf dem Naturrundweg. Auf Bildern werden Waldvögel vorgestellt, die sich im Enkircher Revier wohlfühlen, so unter anderem Neuntöter, Dorngrasmücke, Buchfink, Baumpieper, Goldammer, Singdrossel und der Wespenbussard. Auch gefiederte Gäste aus dem Ausland lieben diesen Wald; so fand Weitz in einem Nistkasten eine Bachstelze, die in Spanien beringt worden war.
Der Rundweg, der über Bienen und Honig, Vogelkunde und Vogelschutz, die Brennholzspalt- und Baumerntemaschine informiert, Motorsägen-Holzkunst zeigt, Unterhaltung und Spiele bietet, führt auch an einem Keltengrab und am sogenannten Kinderwald vorbei. Dort pflanzen die Enkircher Erstklässler Bäume des Jahres. Der Weg soll noch mit zusätzlichen Informationstafeln und weiteren Ruhebänken ergänzt werden und ist ein lohnendes, lehrreiches und erholsames Ausflugsziel. GKB