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Was den Zöllner schwitzen lässt

Mit Sketchen, Puppenspiel und Tanz sorgt die Frauengemeinschaft St. Martin Piesport für beste Unterhaltung und Lachen am laufenden Band.Foto: Ursula Schmieder
Mit Sketchen, Puppenspiel und Tanz sorgt die Frauengemeinschaft St. Martin Piesport für beste Unterhaltung und Lachen am laufenden Band.Foto: Ursula Schmieder
PIESPORT. Mit ihren 90 Jahren präsentierte sich die Katholische Frauengemeinschaft St. Martin Piesport anlässlich ihres Jubiläums gar nicht müde. Davon überzeugten sich 170 Gäste. ARRAY(0x2705f3700)

Mit herzhaftem Lachen haben rund 170 Geburtstagsgäste die Darbietungen der Katholischen Frauengemeinschaft St. Martin Piesport begleitet. Dazu zählte auch die im Erwerbsleben stehende Sigrid Mathy. "Mir gefällt es gut - es ist sehr unterhaltsam und lustig", kommentierte die Monzelfelderin. Außerdem würde sie durch ihre langjährige Tätigkeit im Ort viele Leute kennen. Was bei Einlagen, die humorvoll die Eigenheiten einiger Piesporter Frauen auf die Schippe nahmen, von Vorteil war. Doch auch sonst hatten die Akteurinnen sich einiges einfallen lassen. Ob als "Mann", der des ständigen Wiegens überdrüssig ist, oder bei der Zollabfertigung am Flughafen Piesport, bei der es von Delikatem bis Altbackenem zu sehen gab: Der pflichtbewusste Zöllner, gespielt von der Vorsitzenden Birgit Arens, kam beim Anblick der, fürs "Amüsement" bestimmten, Mini-Höschen jedenfalls ins Schwitzen. Während er sich die leichtfertig begonnene Inspektion gestrickter langbeiniger "Bexja" einer Seniorin lieber erspart hätte.Die neue Miss Germany: "Uhs Marie"

Im Anschluss ging es mit der von der Klausener Seite angereisten Piesporter Frauengemeinschaft St. Michael samt Lutscher, Ranzen und Schultüte weiter im Konzept. Zu der mal schnell, mal langsam spielenden Musik vom Grammophon tänzelten verschiedene Pärchen - darunter auch zwei Hochzeiter - über die Bühne, die mitunter ins Rotieren gerieten. Einen weiteren Glanzpunkt vor Abschluss des dreistündigen Programms läutete die Wahl zur Miss Germany ein. Beim Wettstreit um die Gunst des Spiegleins an der Wand machte auf ausdrücklichen Zuschauerwunsch und ihrer eleganten Konkurrenz zum Trotz "Uhs Marie", die Tollpatschigste von allen, das Rennen. Zur Entlastung der Damen, die sie unterhalten, ist es bei der Piesporter Frauengemeinschaft St. Martin Tradition, sein Geschirr von zu Hause mitzubringen. Johanna Bombarding hatte sich diesmal für ein türkisfarbenes Sammeltassen-Gedeck entschieden. "Wenn da eine Tasse kaputt geht, ist es nicht schlimm." Sollte eine der Damen ihr Gedeck vergessen haben, greifen die Frauen natürlich auf die Bestände des Hauses, in diesem Fall der Moseltalhalle, zurück. Gegen Ende des Programms kündigte Moderation Trudi Kettern noch den Besuch bei drei Geburtstagskinder an, die demnächst so alt wie die Gemeinschaft selbst werden. Die ältesten Mitglieder sind sie aber nicht. Dieser Titel gebührt Gerda Franzen, die demnächst ihren 95. Geburtstag feiert. "Die haben das super aufgezogen - das muss man sagen", meinte Johanna Bombarding anerkennend zu der Feier des 90-jährigen Bestehen. Nach Ansicht von Magdalena Philipps waren die Darbietungen sauber und schön. "Das muntert einen auf", stellte die 88-Jährige fest, die zu ihren Jahren nur meinte, auch im Alter könne man ja noch etwas mitmachen. Die Frauen hätten das wunderbar gemacht. Außerdem stelle dieser Nachmittag für sie ein bisschen Abwechslung dar: "Man hört mal was anderes."