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Gewerbe
Gewerbeschau Bernkastel-Kues steht auf der Kippe

Auf der Gewerbeschau präsentieren sich Handwerker und Händler. Ob sie, wie geplant, Ende April stattfindet, ist noch ungewiss. 
Auf der Gewerbeschau präsentieren sich Handwerker und Händler. Ob sie, wie geplant, Ende April stattfindet, ist noch ungewiss.  FOTO: Clemens Beckmann / TV
Bernkastel-Kues. Weil sich zu wenige Betriebe angemeldet haben, hat der Werbekreis Bernkastel-Kues die Anmeldefrist um eine Woche verlängert. Gewerbetreibende beteiligen sich am 7. und 8. September an der bundesweiten Aktion „Heimat-Shoppen“. Von Winfried Simon
Winfried Simon

„Spektakulär, schräg und sexy“ -  so stellt  sich der  Werbekreis Bernkastel-Kues eine der vielen Veranstaltungen vor, die er in diesem Jahr in der Stadt  präsentieren wird. Am 6. Mai werden unter dem Motto „Bernkastel lacht“ beim zweiten verkaufsoffenen  Sonntag Gaukler, Artisten und Komödianten auf mehreren Plätzen der Stadt auftreten. „Das wird wieder ein Imagegewinn für die Stadt“, ist sich der  Vereinsvorsitzende Frank Hoffmann sicher.

Doch bei aller Vorfreude auf diese und andere Events, hat Hoffmann einige Sorgenfalten im Gesicht. Die  geplante Wirtschafts- und Gewerbeschau vom 27. bis 29. April auf dem Kueser Plateau steht auf der Kippe. Die Anmeldefrist endet in dieser Woche, es sind aber erst 35 Prozent der Ausstellungsflächen gebucht. Auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend war man sich einig, die Frist nun um eine Woche bis zum 9. März zu verlängern - in der Hoffnung, dass sich weitere Handwerker, Einzelhändler und Dienstleister anmelden. Hoffmann: „Wir brauchen etwa 65 Betriebe, ansonsten lohnt sich der enorme Aufwand für den Verein nicht.“ Er und weitere Vorstandsmitglieder wollen sich die nächsten Tage ans Telefon setzen, um potentielle Firmeninhaber zum Mitmachen zu bewegen.

Die Gewerbeschau ist neben dem Weihnachtsmarkt  die größte Veranstaltung, die der Werbekreis zu stemmen hat. Daneben bietet er in diesem Jahr wieder vier themenbezogene verkaufsoffene Sonntage an. Der erste ist am 18 März. Dann wird es auch wieder einen französischen Markt geben sowie die Aktion „1000 Primeln“. Frank Hoffmann wird persönlich zusammen mit einem Blumenmädchen 1000 Primeln an die Passanten verschenken.

Der zweite verkaufsoffene Sonntag ist am 6. Mai und wird, wie bereits erwähnt, unter dem Motto „Bernkastel lacht“ stehen. Weiter geht es am 7. Oktober zusammen mit dem Herbstfest und am 4. November noch einmal mit dem französischen Markt.

Auf eine neue Aktion dürfen sich die Einheimischen und Gäste am 7. und 8. September freuen., Die Stadt beziehungsweise der Werbekreis beteiligen  sich an der bundesweiten Aktion „Heimat-Shoppen“. Aus der Region Trier machen zwölf weitere Kommunen mit.

Der Handel und mit ihm viele Dienstleister und Gastronomen treten während der zwei Tage gemeinsam unter der Dachmarke „Heimat-Shoppen“ auf. Dieses Konzept wurde  zuerst und mit großem Erfolg in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. 2017 hatten über 225 Städten und Gemeinden mit über 330 Initiativen teilgenommen. Damit ist Heimat-Shoppen die größte Imagekampagne für den Einzelhandel in Deutschland. Federführend in der Region Trier ist die IHK Trier. Stephanie Illg-Kollmann von der IHK erläuterte vor den Werbekreismitgliedern Einzelheiten des Konzepts. Es gibt ein Logo  und kostenlose Werbematerialien, die die Teilnehmer für Werbezwecke  nutzen können

Begleitende Ideen wie Deko, Sektempfang, Kuchen, Beratung, Vorführungen, Gewinnspiele sind denkbar.

Bald laufen auch schon die Vorbereitungen für den 41. Weihnachtsmarkt an. Hoffmann machte deutlich: „Wir müssen uns ständig verbessern. Wir dürfen nicht stehen bleiben.“ Unter anderem will man stärker Kues einbeziehen. Dort  befindet sich auf dem Forumsplatz die Eisbahn. Deshalb sollen die Bahnstraße und die Friedrichstraße weihnachtlich geschmückt und dekoriert werden. Hoffmann. „Das hatte bisher einen Hinterhof-Charakter. Das muss besser werden.“