Moselwinzer beginnen mit Lese früher Rebsorten

Moselwinzer beginnen mit Lese früher Rebsorten

Die zunehmende Fäulnis bei den frühen Rebsorten drängt die Winzer zur Eile. Ende dieser Woche haben sie mit der Weinlese begonnen. Die Mengen sind geringer als erwartet. Mit dem Erntebeginn des spätreifenden Rieslings wird in zwei bis drei Wochen gerechnet.

(sim) Die Vollernter rollen wieder. In den flachen Lagen, wo größtenteils die Rebsorte Müller-Thurgau angebaut wird und die Erntemaschine eingesetzt werden kann, hat die Lese begonnen. Experten des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel haben Anfang dieser Woche beim Müller-Thurgau ein Durchschnitts-Mostgewicht (Zuckergehalt) von 67 Grad Oechsle ermittelt. Das ergibt in der Regel ansprechende Qualitätsweine.

Die Erntemengen beim Müller-Thurgau sind in diesem Jahr unterdurchschnittlich und bewegen sich zwischen 80 und 100 Hektoliter pro Hektar. In manchen Jahren bringt diese Rebsorte weit über 120 Hektoliter pro Hektar. Grund für die geringe Menge: Der sehr frostige Winter hat die Reben teilweise geschädigt.

Der Riesling, mit über 50 Prozent die wichtigste Rebsorte der Mosel, muss noch einige Wochen reifen. Anfang dieser Woche wurde ein Durchschnittsmostgewicht von 61 Grad Oechsle ermittelt. Die Rieslingtrauben sind bislang weitestgehend von Fäulnis verschont geblieben.
Die Witterung der kommenden Wochen entscheidet, ob es mehr höherwertige Prädikatsweine (Kabinett, Spät- und Auslese) oder mehr Qualitätsweine geben wird. Die Winzer hoffen auf Sonnenschein. Vor allem sollte es überwiegend trocken bleiben.