Nach Absturz in der Eifel: Alle f-16-Kampfjets bleiben am Boden

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Noch immer ist die Ursache des Absturzes eines US-Kampfjets bei Zemmer (Trier-Saarburg) ungeklärt. Trotzdem hat die Airbase Spangdahlem, von wo die F-16 am Dienstag zu einem Übungsflug gestartet ist, angeordnet, dass alle Maschinen diesen Typs vorerst am Boden bleiben.

Rund um den Flugplatz Spangdahlem dürfte es in den nächsten Tagen ruhig werden. Vorerst bleiben alle dort stationierten Kampfjets vom Typ F-16 am Boden. Das bestätigte eine Sprecherin der Airbase auf Anfrage unserer Zeitung. Eine der Maschinen war am Dienstag bei Zemmer nur 200 Meter vom Ortsteil Rodt in ein Waldstück gestürzt. Die Ursache dafür steht noch nicht fest. Die Untersuchungen liefen noch, sagte die Sprecherin. Das bis voraussichtlich nächste Woche dauernde Startverbot für die F-16 hänge nicht mit eventuellen technischen Problemen der Maschinen zusammen. Auch nicht mit der möglichen Absturzursache. Es sei nach Unfällen dieser Art üblich, dass der Flugbetrieb erst einmal eingestellt werde.

Dadurch ist auch die eigentlich bis Donnerstag geplante, großangelegte Übung des 52. Jagdgeschwaders der US-Airforce vorzeitig beendet worden. Seit Montag flogen die Kampfjets von der Airbase Spangdahlem aus und zogen ihre Kreise über große Teile der Region. Zu der Übungszone mit dem Namen TRA Lauter gehören der Hunsrück, die Pfalz und das Saarland. „Diese Art von Übung ist dazu ausgelegt und notwendig, die Einsatzbereitschaft des 52. Jagdgeschwaders zu gewährleisten, so dass Militärangehörige bei Abruf jederzeit und überall für den Einsatz vorbereitet sind“, teilte die Pressestelle der Airbase vor Beginn des Manövers mit.

Der Tag nach dem Absturz

Am Dienstag, dem zweiten Tag der Übung, stürzte dann aber der Jet bei einem Übungsflug ab, der Pilot konnte sich retten. Seitdem laufen die Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen und weiträumig abgesperrten Waldgebiet. Es ist der fünfte Absturz eines in Spangdahlem stationierten Kampfjets seit 2002.

Geht es nach Edgar Schmitt, dann hat der jüngste Unfall Konsequenzen. Es sei den Bürgern nicht mehr zu vermitteln, dass die Übungsflüge der in Spangdahlem stationierten Kampfjets über Dörfer führten, sagt der Ortsbürgermeister von Zemmer. Er fordert ein entsprechendes Verbot, es sei Platz genug, um die Flüge über unbewohntem Gebiet durchzuführen, sagte Schmitt unserer Zeitung. Im Gespräch mit dem Kommandanten des Flugplatzes wolle er die Forderung stellen. Der Absturz von Dienstag sei ein „Warnschuss“ gewesen. Wäre die Maschine nur ein paar Hundert Meter vorher runtergekommen, dann, so Schmitt, wäre es zur Katastrophe gekommen.

Ergebnisse der Trinkwasserproben liegen nach Angaben des Bürgermeisters noch nicht vor. Experten der Bundeswehr untersuchen derzeit Boden und Gewässer rund um die Absturzstelle auf mögliche Verunreinigungen durch Kerosin oder den hochgiftigen Treibstoff Hydrazin.

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