Nach F-16-Absturz in der Eifel: US-Militär sperrt Gebiet ab

Kostenpflichtiger Inhalt: US-Militär sperrt Gebiet ab : Nächster Kampfjet-Absturz in der Eifel

Der Absturz eines amerikanischen Kampfflugzeuges hält am Dienstag die Region in Atem. Was geschah kurz nach 15 Uhr bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg?

Es ist 15.16 Uhr als der Notruf in der integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr in Trier eingeht: Flugzeugabsturz bei Zemmer (Kreis Trier-Saarburg). Schnell ist klar, dass es sich um einen Kampfjet der nahen US-Airbase Spangdahlem handelt. Die F-16 war auf einem Übungsflug. Kurz vor dem Absturz hatte der Pilot wohl einen Notfall gemeldet. Der Jet war laut Christian Otto, Pressesprecher der Feuerwehr Trier-Land, in einem unwegsamen Waldgebiet nahe der Kreisstraße 34 Richtung Zemmer-Rodt abgestürzt. Der Pilot hatte sich vor dem Aufprall der Maschine mit dem Schleudersitz aus dem Kampfjet gerettet. Er sei dabei leicht verletzt worden, sagt Otto. Mit dem Rettungshubschrauber sei er in das Medical Center der Airbase Spangdahlem gebracht worden. Es habe keine weiteren Verletzten gegeben, so Otto.

Edgar Schmitt ist am Dienstagabend froh, dass nicht mehr passiert ist. „Ein paar hundert Meter weiter, dann wäre die Maschine in Rodt runtergekommen“, sagt der Ortsbürgermeister von Zemmer. Er sei gerade auf dem Weg nach Bitburg gewesen, als er von der Feuerwehr über den Absturz informiert worden sei. Er selbst sei noch nicht an der Absturzstelle gewesen, kenne den Ort im Wald aber. Die Gegend sei schwer zugänglich. In der Nähe befinde sich ein Forsthaus. Bislang habe man Glück gehabt, dass noch kein Flugzeug rund um Zemmer abgestürzt sei. Die Kampfjets, die in Spangdahlem starteten, würden oft tief über die Gemeinde fliegen, so der Ortsbürgermeister.

Die Feuerwehr von Trier-Land ist laut Wehrleiter Jürgen Cordie um 15.16 Uhr über den Absturz informiert worden. „Flugzeugabsturz groß“, habe die Meldung gelautet, sagt Cordie am Abend bei einer Pressekonferenz im Feuerwehrhaus in Rodt. Schnell sei klar gewesen, dass der Pilot gerettet sei, daher habe er seine Einsatzkräfte zurückgezogen. Wie der Pilot in dem unwegsamen Gelände geortet wurde, ist noch immer unklar. Christopher Ostrom, Sergeant der Airbase Spangdahlem, macht dazu keine Angaben. Auch nicht darüber, ob sich die Maschine auf dem Rückflug zur Airbase befunden habe. Klar ist nur, dass die F-16 auf einem Übungsflug war.

Einsatzkräfte der Airbase sperrten das Gelände weiträumig ab. Deutsche Einsatzkräfte durften nicht zur Absturzstelle. Ostrom sagte, das Gelände sei sicher. Er bedankte sich bei den deutschen Einsatzkräften für die Zusammenarbeit. Weitere Informationen zu dem Absturz und dem Einsatz gab es zunächst nicht.

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