Nach Familiendrama in Saarlouis - Haftbefehl am Dienstag

Nach Familiendrama in Saarlouis - Haftbefehl am Dienstag

Nach dem blutigen Familiendrama in Saarlouis mit drei Toten soll an diesem Dienstag Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen werden. Der Mann lag am Montag laut Polizei noch in einer saarländischen Klinik. Aus medizinischen Gründen sei von der Verkündung des Haftbefehls zunächst abgesehen worden.

(dpa/lrs) Der Mann sei noch nicht vernehmungsfähig und habe sich zur Tat bislang nicht geäußert, sagte der Sprecher. Der 47-Jährige soll am Samstag in seinem Haus seine 40 Jahre alte Frau, die 20-jährige Stieftochter und den sechsjährigen gemeinsamen Sohn mit einer Axt und einem großen Messer umgebracht haben. Zu den genauen Umständen der Tat wollte sich der Sprecher nicht weiter äußern.

Eine Obduktion der Leichen habe ergeben, dass der Täter „massive Gewalt“ eingesetzt habe. Nach ersten Erkenntnissen sei die Ehefrau im Erdgeschoss des Einfamilienhauses in Saarlouis-Roden mit der Axt, die beiden Kinder seien im Obergeschoss mit dem Messer getötet worden. Möglicherweise habe es zwischen den Ehepartnern seit längerem Streit gegeben. Eine Freundin der Familie hatte die Leichen am Samstagabend in dem Haus entdeckt. Sie war mit der Familienmutter verabredet gewesen.

Wie die Polizei am Wochenende mitgeteilt hatte, soll der mutmaßliche Täter beim Eintreffen der Polizeibeamten volltrunken und unverletzt auf einem Sofa neben seiner toten Frau gelegen haben. Ob er bereits vor der Tat getrunken habe, sei noch nicht geklärt, sagte der Sprecher. Ein weiterer gemeinsamer Sohn des Ehepaares im Alter von drei Jahren war unverletzt geblieben. Ein viertes, 17 Jahre altes Kind lebt nach Angaben der Polizei in Traben- Trabach. Die beiden 17 und 20 Jahre alten Kinder stammten nach Angaben der Polizei aus einer ersten Ehe der Getöteten.

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