Nach Todesfällen in Pflegeheim: Erreger eingegrenzt

Hillesheim · Suche eingegrenzt: Bei den beiden Todesfällen und zehn weiteren schweren Erkrankungen von Senioren in einem Altenheim in Hillesheim sind die Forscher bei der Ermittlung der Ursache ein Stück weiter gekommen.

(mh) Nach der Obduktion der beiden Leichen heute Vormittag sowie der Untersuchung von Proben von Erkrankten haben die Ärzte und Wissenschaftler übereinstimmend festgestellt, dass jeweils Infektionen der Lunge, ausgelöst durch einen noch immer nicht exakt festgestellten Erreger, die Ursache für die Erkrankungen war. Zwar ist eine der beiden Patientinnen an einem Herzinfarkt gestorben, doch auch sie litt nach Angaben des Dauner Amtsarztes Volker Schneiders unter einer Lungeninfektion. Die Palette der infrage kommenden Erreger haben die Experten auf fünf bis zehn eingegrenzt. Ein exotischer Erreger wird mittlerweile ausgeschlossen.

Zwischenzeitlich kam es zu keinem weiteren Todesfall, keiner weiteren Erkrankung, und auch den beiden vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebrachten Pflegerinnen (20 und 28 Jahre), die ebenfalls Symptome einer Atemwegserkrankung zeigten, geht es besser. Sie sollen noch heute entlassen werden. Das kündigte Schneiders an. Von den erkrankten zehn Patientinnen, die allesamt noch immer in Krankenhäusern der Region untergebracht sind, müssen laut Schneiders "zwei nicht mehr künstlich beatmet werden, zwei weitere haben sich deutlich stabilisiert, alle anderen sind nach wie vor in einer kritischen, aber stabilen Lage".

Anfang der Woche sind in der 134-Betten-Einrichtung in Hillesheim zwei Patientinnen verstorben, zehn Bewohner (neun im Alter zwischen 81 und 94 Jahren sowie eine 51-Jährige) lebensbedrohlich erkrankt. Sie stammten alle aus einem Wohnbereich. Dieses steht nach wie vor unter Quarantäne. Mehrere Speziallabors suchen nach wie vor nach der exakten Ursache der Erkrankungen. Bis morgen Nachmittag erwarten die Forscher weitere Untersuchungsergebnisse.

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