Nach Unfall mit Schienenbus: Geldstrafe für LKW-Fahrer

Hohenfels-Essingen/Trier · Die Staatsanwaltschaft Trier hat einen Strafbefehl gegen den LKW-Fahrer beantragt, der mit seinem Fahrzeug am 6. Juni vergangenen Jahres mit einem Schienenbus bei Hohenfels-Essingen (Kreis Vulkaneifel) kollidiert war. Dabei waren 35 Insassen des Schienenbusses verletzt worden, und es entstand ein Sachschaden von rund 350.000 Euro.

(sts) Nach Abschluss ihrer Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft Trier davon aus, dass der LKW-Fahrer mit seinem unbeladenen Fahrzeug kurz nach 9 Uhr auf der Kreisstraße 35 aus Richtung Hohenfels nach Hinterweiler unterwegs war. Diese führt über einen unbeschrankten Bahnübergang, die Geschwindigkeit ist in diesem Bereich der Kreisstraße auf 20 Stundenkilometer beschränkt. Laut Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten ergeben, dass der Fahrer versuchte, mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometern den Übergang zu überqueren, dabei aber die Vorfahrt des sich aus Richtung Gerolstein kommenden Schienenbusses nicht beachtete. Trotz einer Notbremsung des Schienenbus-Fahrers war der Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden. Der Schienenbus wurde an der Front aufgerissen und entgleiste.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat wegen dieses Sachverhaltes den Erlass eines Strafbefehles wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und der fahrlässigen Körperverletzung bei dem Amtsgericht in Daun beantragt. Gegen den LKW-Fahrer soll eine Geldstrafe von 7200 Euro (180 Tagessätzen zu je 40 Euro) verhängt und seine Fahrerlaubnis entzogen werden. Er hat die Möglichkeit, gegen den Strafbefehl innerhalb von zwei Wochen Einspruch einzulegen. Tut er das, kommt es zu einer Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht in Daun. Legt er keinen Einspruch ein, kommt der Strafbefehl einem rechtskräftigen Urteil gleich.