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„National Russian Ballett“ bezaubert mit „Schwanensee“

„National Russian Ballett“ bezaubert mit „Schwanensee“

Seit nunmehr 130 Jahren lassen sich Ballettliebhaber vom Märchen um die verzauberte Schwanenprinzessin bezaubern. So auch in der Europahalle, wo das „National Russian Ballett“ mit Tschaikowskis „Schwanensee“ brillierte.

(MRA) Ein wunderbar romantisches Märchen gab es am Freitag in der Europahalle zu sehen. Dort brillierten Prinz Siegfried (Dmitrij Dmitriev) und Schwanenprinzessin Odette (Oksana Bondareva) in Tschaikowskis „Schwanensee“. Wer kennt die Geschichte um Liebe und Verrat nicht? Ein Prinz verliebt sich in ein Mädchen, dass vom bösen Zauberer Rotbart dazu verdammt ist, am Tag ein Schwan und nachts ein Mensch zu sein. Nur die wahre Liebe kann Schwanenprinzessin Odette von ihrem Zauber befreien.

Nachdem Rotbart den Prinzen auch mithilfe seiner betrügerischen Tochter Odile, die Odette täuschend ähnlich sieht, nicht von Odette abbringen kann, gewinnt die Liebe, und die beiden finden ihr Glück. Dem „National Russian Ballett“ gelingt es, den mittlerweile über 130 Jahre alten Stoff mit einem schönen Bühnenbild, farbenfrohen Kostümen, vor allem jedoch mit ausdrucksstarken Tänzern neu zu beleben. Besonders die Odette berührt durch ihre gefühlvolle Darbietung. Bemerkenswert sind ebenfalls die Leistungen der jugendlichen Tänzerinnen, die ihren älteren Kollegen in nichts nachstehen. Der Zauberer Rotbart wird von Alexander Daev überzeugend dargestellt.

Im Großen und Ganzen eine bezaubernde Aufführung, die sich nah am Original hält. Es ist schön, ein Ballett zu sehen, das nicht bis zur Unkenntlichkeit modernisiert wurde. Schade nur, dass die Europahalle nur halb besetzt war, was sich bei dem aufmerksamen und laut applaudierenden Publikum jedoch schnell vergessen ließ.