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Naturschutzbehörde äußert Bedenken gegen Steinbruch

Naturschutzbehörde äußert Bedenken gegen Steinbruch

Bis zum 16. Februar muss die potenzielle Betreiberfirma Lehnen eine Erkärung abliefern, ob sie an ihrem Antrag auf Befreiung von den in der Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrücks geltenden Auflagen und damit an der von ihr geplanten Reaktivierung des alten Steinbruchs in Mandern (Kreis Trier-Saarburg) festhält.

(ax) Mit diesem Ergebnis endete ein Anhörungstermin bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz. Die obere Landespflegebehörde behandelt derzeit den Antrag der Firma Lehnen, die in Mandern Quarzit abbauen will. Seitens der Fachstellen Raumordnung, Wasserwirtschaft und Naturschutz seien „erhebliche fachliche Bedenken gegen das geplante Vorhaben“ vorgetragen worden, heißt es bei der SGD.

In der Verbandsgemeinde Kell am See, zu der die Ortsgemeinde Mandern gehört, gibt es seit längerem Widerstand gegen das Projekt. Zuletzt hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet, die den Quarzit-Abbau verhindern will. Die Kritiker, zu denen unter anderem der Keller VG-Bürgermeister Werner Angsten, aber auch die SPD-Fraktion im VG-Rat zählen, befürchten durch den Steinbruch einen schwerwiegenden Eingriff in die Natur, eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung von Mandern und negative Auswirkungen auf den Tourismus in der Region.