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Neun Jahre Haft nach Säure-Anschlag

Neun Jahre Haft nach Säure-Anschlag

Das Landgericht Trier hat heute einen 36-Jährigen wegen versuchten Mordes aus Eifersucht zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Der Mann hatte laut Urteil seinen 31-jährigen Nebenbuhler vor dessen Trierer Wohnung mit Schwefelsäure und einem Hammer angegriffen und schwer verletzt.

(cus) Die Trennung von seiner Lebensgefährtin und Mutter seines Sohnes im Juni 2009 habe dem 36-Jährigen offenbar schwer zu schaffen gemacht, sagte die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz in ihrer Urteilsbegründung. Weil sich eine intime Freundschaft zwischen seiner Ex-Freundin aus dem Raum Bitburg und dem 31-Jährigen entwickelte, habe er dem Rivalen gedroht, ihn umzubringen und diesen Plan auch umsetzen wollen. Verräterische Spuren der beim Angriff eingesetzten ätzenden Flüssigkeit fanden sich später an der Kleidung des 36-Jährigen.

Am dritten Verhandlungstag gab es heute keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Der Angeklagte schwieg weiterhin zu den Vorwürfen. Die Erste Schwurgerichtskammer des Landgerichts folgte im Strafmaß der Forderung von Staatsanwalt Manfred Stemper und sprach darüber hinaus dem Opfer gut 7000 Euro Schmerzensgeld zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.