Neun Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung für Polizisten

Neun Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung für Polizisten

Weil er im Mai 2007 in zwei Fällen bei Verkehrskontrollen gefälschte Knöllchen ausgestellt hat, ist ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Bitburg heute vor dem Bitburger Amtsgericht wegen Betrugs und Urkundenfälschung in einem besonders schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden.

(neb) Die Vorsitzende Richterin wertete bei der Höhe der Strafe dem Angeklagten positiv an, dass er sich geständig sowie reuevoll zeigte und sich zur Tatzeit in einer schwierigen Lebenssituation befand. Der 51-Jährige aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm hatte im Prozess glaubhaft dargelegt, dass er aufgrund der gleichzeitig auftretenden Erkrankungen seiner Ehefrau und seiner damals 20-jährigen Tochter psychisch aus der Bahn geworfen war und sich daher wegen finanziellen Belastungen durch einen Hauskredit und häufiger Kontoüberziehungen in einer Schuldenfalle wähnte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob der seit 1976 tätige Polizeikommissar, der zurzeit vom Dienst suspendiert ist, engültig aus dem Polizeidienst ausscheidet, muss noch in einem gesonderten Dienstordnungsverfahren geklärt werden.

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