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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 12)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Gerne würde ich heute nicht schon wieder mit der Gefahr für ältere Menschen durch die neue Art des Coronavirus einsteigen. Leider haben uns heute Nachmittag aber schlechte Nachrichten erreicht: Acht Bewohner und drei Mitarbeiter einer Senioren-WG in Bitburg sind an Covid-19 erkrankt. Bisher ist nicht bekannt, wie das Coronavirus seinen Weg in die Einrichtung fand. Drei der Senioren sind im Krankenhaus in Gerolstein, die anderen konnten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Joachim Streit, will nun freiwillige Tests in Heimen anbieten. Allerdings musste er einschränken: Es wird die Angebote geben, sofern genügend Tests verfügbar seien. Es zeigt sich an dieser Stelle wieder einmal: Die Gefahr durch SARS-CoV-2 ist eine reale und es ist wichtig, gerade bei Heimen und Kliniken besondere Vorsicht walten zu lassen. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie in aller Kürze wie immer in unserem Live-Blog. Unsere Online-Abonnenten können hier noch mehr über die Situation in der Senioren-WG erfahren.

Viele haben bei unserer Telefonaktion zu Ängsten in diesen Zeiten angerufen. Und ich kann manche Unsicherheit nachvollziehen. Täglich gibt es wechselnde Aussagen zur Gefährlichkeit der Erkrankung, zu Sterberaten, zum Sinn oder Unsinn eines Mundschutzes – wir versuchen für Sie, hier einzuordnen und Ihnen manche Sorgen zu nehmen. Dennoch, dies antworten so auch unsere Experten, dürfen wir Angst zulassen: Denn diese sei erst einmal positiv und sinnvoll. Birgit Weinmann-Lutz, stellvertretende Leiterin der Psychotherapieambulanz an der Universität Trier, erläutert dazu: „Angst ist ein Warnzeichen. Angst beschützt mich, dass ich vorsichtig bin.“ Allerdings: Wenn die Angst zu viel werde, können sie auch quälen. Was hilft: Einerseits vorsichtig sein und etwa Abstand halten. Andererseits aber ebenso, an andere Dinge denken. „Schauen Sie sich nicht jedes Zahlen-Update an. Man muss auch Pause vom Informieren machen“, sagt Weinmann-Lutz. Vielleicht aber, das sage ich, erst nach dem Lesen dieses Newsletters. Und Online-Abonnenten können hier zuvor noch mehr über die Telefonaktion erfahren.

Bei den aktuellen Zahlen verweise ich auf zwei Dinge: Erstens sind in ganz Rheinland-Pfalz in dieser Woche die Zahlen oft prozentual nur einstellig gestiegen, dies ist ein positiver Trend. Und zweitens gibt es bei den Zahlen in unserer Region ebenfalls keinen Grund, noch mehr Dramatik aufzubauen. Es bleibt dabei: Wir können keine Entwarnung geben, zumal die schweren Probleme bei vielen Erkrankten erst nach einigen Tagen in Behandlung auftauchen. Andererseits sind unsere Kliniken derzeit gut gerüstet und insgesamt ist die Zahl der Infizierten nur gering gestiegen.

Im Einzelnen: In Trier sind mittlerweile 69 Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet worden, 17 der Bürger gelten als genesen und nicht mehr infiziert. Im Kreis Trier-Saarburg sind es 92 Fälle (davon 28 genesen, ein Toter), in Bernkastel-Wittlich 74 (davon 15 genesen), im Eifelkreis Bitburg-Prüm 114 (davon 21 genesen) und in der Vulkaneifel 64 (davon 28 genesen). In der gesamten Region Trier sind insgesamt 413 positive Tests auf SARS-CoV-2 gemeldet worden. Davon abzuziehen sind mindestens 109 Fälle, bei denen eine Genesung bekannt ist, und ein Toter. Damit bleiben 303 Infizierte übrig, fünf mehr als gestern.

Der Blick über die Region hinaus: In Luxemburg gab es bis heute Abend 2487 gemeldete positive Virus-Nachweise, im Saarland 1252. Und wie immer der Tipp: Wohin Sie sich in der ganzen Region wenden können, falls Sie sich angesteckt haben könnten, erfahren Sie hier in unserem Servicestück.

Gerne zeigen wir Ihnen aber ebenso, wie Sie an Ostern trotz der Einschränkungen manches Gewohnte bebehalten können. Die Pfarreiengemeinschaft Schweich etwa macht einen Kreuzgang online möglich. Und wir zeigen, wie Sie ihren Humor bewahren: In Echternacherbrück etwa ist der Saurier aus der Teufelsschlucht derzeit mit einem Mundschutz versehen. Dort haben viele einen solchen Behelfsschutz genäht. Wir freuen uns über diese Aktionen und zeigen sie in unserem Dossier unter volksfreund.de/Mutmacher.

Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Abend und greife gerne auf die Tipps der Psychologinnen bei unserer Telefonaktion zurück: Planen Sie positive Dinge ein – ein Buch lesen, Musik hören oder einen Spaziergang machen, natürlich mit genügend Abstand zu anderen. Und vor allem: Bleiben Sie gesund oder werden Sie es schnell wieder! Falls Sie erst heute dazu kommen: Die ersten Teile des Coronavirus-Newsletters gibt es auf volksfreund.de zum Nachlesen. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst, Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de