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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 2)

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Auch am heutigen Donnerstag resümiert TV-Chefredakteur Thomas Roth in seinem Corona-Newsletter wieder die wichtigsten Nachrichten des Tages. Melden Sie sich jetzt für den täglichen Newsletter an.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Gestern und heute bekam ich einige Rückmeldungen auf diesen neuen Newsletter. Für die durchgehend freundlichen Wort danke ich Ihnen - schreiben Sie mir gerne weiter, wenn Sie bei uns etwas vermissen. Gerne gebe ich natürlich auch Ihren Dank an meine Kolleginnen und Kollegen weiter, die zurzeit unter erschwerten Umständen alles tun, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Die wichtigsten Informationen mit Schwerpunkt auf unsere Region finden Sie dabei weiter für alle zugänglich hier in unserem Live-Blog.

Wieder einmal starte ich mit den neuesten Zahlen und noch einmal möchte ich darauf hinweisen, dass diese sich sehr schnell ändern und nicht immer den aktuellen Stand wiedergeben können. Stand heute 18 Uhr gibt es in der Region Trier 98 bekannte Infizierte (Trier: 12, Kreis Bernkastel-Wittlich: 16, Eifelkreis Bitburg-Prüm: 31, Kreis Trier-Saarburg: 19, Vulkaneifelkreis: 20). In Luxemburg gibt es 335 bekannte Fälle, im Saarland 224 Fälle. Noch einmal zur Erläuterung: Die Zahlen steigen teils deutlich an und mancher sorgt sich, dass die ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen. Es ist aber zu bedenken: Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, sowie die Zeit der Testauswertung sorgen dafür, dass die Daten immer die Situation vor sechs bis 10 Tagen zeigen. Wir wissen also vieles schlichtweg nicht – und das soll keineswegs eine Entwarnung sein. Eine traurige Nachricht gab es heute ebenso: Eine Frau (84) aus dem Westerwaldkreis war die erste Rheinland-Pfälzerin, die mit dem neuen Virus infiziert war und gestorben ist. Durchaus wissenswert zur Einordnung: Ob sie an den unmittelbaren Folgen der Covid-19-Krankheit gestorben ist, ist bisher nicht bekannt. Wichtig ist mir: Wir sollten einerseits realistisch sein, wenn es darum geht, etwa das Alter der Opfer in den Blick zu nehmen. Wir sollten aber andererseits dafür kämpfen, dass Alt und Jung sich gegenseitig respektieren. Zudem: Es gibt Jüngere, die schwere Lungenerkrankungen haben und zur Risikogruppe zählen. Und es gibt Ältere, die möglicherweise fit sind und auch die neue Krankheit problemlos überstehen würden. Das Problem, selbst für Egoisten: Absolute Sicherheit gibt es für niemanden. Daher ist es nun einmal derzeit am sichersten, auf Distanz zu gehen, wo immer es möglich ist.

Eine gute Nachricht: In Trier-Ehrang hat ein Ärzteteam eine weitere Corona-Teststation aufgebaut. Die internistische Praxis hat dafür einen Teil ihrer Räume abgetrennt. Wohin sie sich in unserer Region wenden können, wenn Sie annehmen, sich angesteckt zu haben, können alle Leserinnen und Leser hier nachlesen. Und die dringende Bitte: Halten Sie die vorgeschriebenen Wege ein, selbst wenn es manchmal länger dauern kann, bis Sie telefonisch jemanden erreichen. Notfallnummern sind auch nur für Notfälle gedacht.

In herausfordernden Zeiten zeigt sich oft, wie groß die Hilfsbereitschaft ist, wie sehr Menschen die anderen im Blick haben. Wir nehmen gerne solche Aktionen in den Blick. Nur einige Beispiele: In Pronsfeld machen Helfer mit dem Dorfbus Besorgungen und bringen diese nach Hause. In Bausendorf startet ebenfalls ein Einkaufsservice für Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen. Und in Trier gibt es die Facebook-Gruppe „Trier hilft sich“, die seit ihrem Start am Samstag bereits mehr als 4700 Mitglieder hat. Hier finden Sie dazu Neues – und auch ein Formular, das Helfer sich ausdrücken können. Nur ein Hinweis: Gefährden Sie niemanden, indem Sie doch wieder zu viel Nähe suchen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

Apropos Hilfe: Falls Sie zurzeit zu Hause sind und langsam bemerken, dass die Kinder nach einigen Tagen etwas unruhiger und aus ihrer Sicht anstrengender werden, können Sie gelassen bleiben: Es geht nicht nur Ihnen so, zumal wenn Sie nebenbei noch versuchen, zuhause zu arbeiten. Eines ist zudem sicher: Wenn es zu leise wäre, würden Sie Ihren Nachwuchs jeden Tag vermissen. Und wenn Sie interessiert sind, können Sie bei uns online die Kindernachrichten lesen. Wir haben dieses Angebot hier für Sie die nächsten Wochen freigeschaltet – und hoffen, dass wir damit etwas zum Familienfrieden beitragen können.

Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Abend. Und denken Sie daran: Es geht nur gemeinsam. Auch getrennt.

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