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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 4)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Es ist heute ruhig. Auffallend ruhig. Vor allem für einen Samstag. Vielleicht ging es Ihnen heute auch so. Beim Einkaufen waren deutlich weniger Menschen, an der Kasse hielten alle Abstand – auch wenn es schwer fällt, sobald zwei Kassen nebeneinander geöffnet haben. Es ist Tag 1 nach der Verschärfung der Regeln und der Tag vor dem möglicherweise entscheidenden Treffen zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten, bei dem über eine komplette Ausgangssperre gesprochen wird. Gefühlt haben die meisten verstanden, dass die Herausforderung eine große ist. Hoffentlich bleibt es so. Über das Treffen berichten wir in unserem frei zugänglichen Live-Blog, genauso wie über alle wichtigen aktuellen Entwicklungen in unserere Region.

Etwa über die möglichen Öffnungen von Lebensmittelgeschäften am Sonntag. Wir hatten dazu bei Händlern nachgefragt, auch bei großen Ketten. Einhellige Rückmeldung: Derzeit ist eine Öffnung am Sonntag nicht geplant.

Oder über die Schließung der kleinen Grenzübergänge nach Luxemburg. Dort gab es heute für Pendler aus der Eifel gute Neuigkeiten: Neben Echternachbrück bleiben auch Vianden und Dasburg offen.

Die neuen Zahlen zu den gemeldeten Infizierten gebe ich wie immer mit dem Hinweis weiter, dass sie den Stand vor einigen Tagen aufzeigen – zudem kann es sein, dass am Wochenende manche Übermittlung noch etwas länger dauert. Stand 18 Uhr gibt es in der Region Trier 132 bekannte Fälle (Trier: 14, Kreis Bernkastel-Wittlich: 21, Eifelkreis Bitburg-Prüm: 41, Kreis Trier-Saarburg: 28, Vulkaneifelkreis: 28). In Luxemburg ist heute der Notstand um drei Monate verlängert worden, dort gibt es 670 bekannte Fälle. Im Saarland sind es 294 Fälle. Dort ist die Lage bereits angespannt. Die Bundeswehr soll im Notfall mit einem Lazarett helfen. In St. Wendel sind 11 Mitarbeiter des Krankenhauses positiv auf die neue Art des Coronavirus getestet worden, weitere 15 sind in Quarantäne. Die Folge: Es gilt vorerst ein Aufnahmestopp.

Aber auch in Rheinland-Pfalz sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Interview mit volksfreund.de: „Die Lage ist ernst.“ Sie wagt keinerlei Prognose, ob die Einschränkungen noch verschärft werden müssen oder wie lange diese dauern werden. Dreyer erläutert uns: „Die einschneidenden Maßnahmen haben wir verkündet, weil wir darauf setzen, die Kurve zunächst abzuflachen. Wie lange das dauert, kann niemand sagen.“ Und sie verspricht den Unternehmen noch einmal Hilfe – selbst Ausnahmen von der Schuldenbremse seien möglich.

In unserem Bundesland ist die Zahl der Fälle übrigens insgesamt auf 1062 gestiegen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betont, dass derzeit Personal für die Intensivpflege geschult werde. Die Programme sollen nächste Woche starten. Das klingt und ist sicher positiv, allerdings muss eines bedacht werden: Es geht hier um Schnellschulungen und gerade in der Intensivmedizin ist Erfahrung ein wichtiger Faktor, etwa bei der Beatmung von Patienten.

In unserer Region gibt es verschiedene Anlaufstationen für einen Test auf das Coronavirus. Noch einmal der Hinweis: Es ist wichtig, hier die vorgeschriebenen Wege einzuhalten. Und diesmal etwas ausführlicher. Es gibt vier Fragen, die entscheidend sind. Wenn Sie vier Mal mit Nein antworten, wird nicht getestet – weil es keinen Hinweis auf eine Infizierung gibt. Hier die Fragen, die uns Christian Sprenger, Medizinischer Geschäftsführer des Trierer Mutterhauses, genannt hat: „Waren Sie in den letzten zwei Wochen in einem Corona-Risikogebiet? Hatten Sie in den letzten zwei Wochen Kontakt mit Personen, die sich in Corona-Risikogebieten aufgehalten haben? Hatten Sie wissentlich länger als 15 Minuten persönlichen Kontakt zu einer Person, bei der das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde? Haben Sie derzeit grippeähnliche Symptome?“ Falls Sie mindestens einmal mit Ja antworten, empfehle ich Ihnen unseren Service-Artikel für die gesamte Region: Hier steht, wohin Sie sich wenden können, wenn Sie fürchten, sich angesteckt zu haben. Und noch einmal: Notfallnummern sind auch nur für Notfälle gedacht.

Bei unserer Aktion Mutmacher weisen wir immer wieder auf tolle Aktionen in unserer Region hin, auf Hilfsangebote, aber auch auf kleine Dinge, die dafür sorgen, dass wir alle etwas zu lächeln haben. In Trier etwa sorgen seit einigen Tagen die Busse für gute Laune und Zuversicht. Dort steht bei Leer- und Betriebsfahrten seit Neuestem: SWT Bleibt gesund (statt der Internetadresse). Die Stadtwerke haben damit eine Idee von Lotta (15) und Laurens (12) umgesetzt, die diesen Vorschlag per Mail geschickt hatten.

Ich schließe mich den beiden sehr gerne an: Bleiben Sie gesund und positiv gestimmt. Und falls Sie erst heute dazu kommen: Hier finden Sie Teil 1, Teil 2 und Teil 3 des Coronavirus-Newsletters. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst,

Ihr Thomas Roth, Chefredakteur

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de