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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 5)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Kontaktverbot: Das ist es also, worauf sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder heute geeinigt haben. Mehr als zwei Personen sollen sich nicht mehr treffen. Ausnahmen gibt es für Familien und Menschen, die in einem Haushalt leben. Eine komplette Ausgangssperre wird es also vorerst nicht geben. Und ganz ehrlich: Familien für Wochen komplett einzuschließen, ist schlichtweg nicht möglich. Schon die Überwachung der jetzigen Regeln wird schwierig. Vielleicht ist dies aber gar nicht in dem Maße notwendig, wie manche fürchten. Am Samstag etwa war in vielen Städten Ruhe angesagt, die meisten Menschen hielten die vorgeschriebenen 1,50 Meter Distanz ein, selbst wenn ihnen dies schwer fiel, selbst wenn wir dies teils noch lernen müssen. Oft hilft übrigens ein freundlicher Hinweis. Gerade in Zeiten wie diesen ist es angesagt, auf den passenden Ton zu achten. Mehr zur Kontaktsperre, die ab Dienstag 0 Uhr gilt, und alle wichtigen aktuellen Informationen erhalten Sie bei uns immer in unserem frei zugänglichen Live-Blog.

Mindestens zwei Wochen soll das Kontaktverbot in Kraft bleiben – und es ist davon auszugehen, dass danach noch einige der Regeln weiter gelten werden. Weiter geöffnet bleiben übrigens Lebensmittelmärkte, aber auch Metzgereien und Bäckereien oder Drogerien. Die Grundversorgung ist also gesichert.

Gerade eben gab es noch eine Nachricht, die aufhorchen lässt: Angela Merkel begibt sich ab sofort in häusliche Quarantäne. Die Kanzlerin hatte Kontakt zu einem Arzt, der mittlerweile positiv auf die neue Art des Coronavirus getestet worden ist. Sie wird – so der Regierungssprecher – die Amtsgeschäfte fortführen. Und es ist bei der Kanzlerin wie bei anderen genauso: Sie muss in den nächsten Tagen testen lassen, womöglich mehrmals, um Sicherheit zu haben.

Die Zahlen zu den gemeldeten Infizierten von heute sind folgende: Stand 18 Uhr gibt es in der Region Trier 144 bekannte Fälle (Trier: 16, Kreis Bernkastel-Wittlich: 23, Eifelkreis Bitburg-Prüm: 45, Kreis Trier-Saarburg: 31, Vulkaneifelkreis: 29). In Luxemburg gibt es 798 bekannte Fälle. Im Saarland sind es 329 Fälle. Wichtig: In diesen 144 Fällen sind die bisher vier Geheilten aus dem Eifelkreis enthalten. Nur 140 sind also „aktive“ Fälle. Wie immer muss zudem darauf hingewiesen werden, dass die Zahlen nie ganz aktuell sein können, zudem ist am Wochenende gerade bei bundesweiten Zahlen zu bedenken, dass die Übermittlung der Daten teils länger dauert. Deshalb warnte das Robert-Koch-Institut gestern, aus den zumindest weniger werdenden neuen Fällen eine grundlegende Tendenz abzuleiten. Dies sei erst nach dem Wochenende möglich, ebenso wie sich die Wirksamkeit der bereits eingeleiteten Maßnahmen immer erst sechs bis zehn Tage später in den Zahlen zeigen kann. Das ist eine der wesentlichen Herausforderungen der Corona-Krise: Die richtigen Schlüsse aus nicht immer validen Daten zu ziehen.

Was Sie in jedem Fall beachten sollten: Halten Sie wo immer möglich Distanz. Und fallen Sie nicht auf Menschen herein, die eine solche Lage ausnutzen wollen. So gibt es etwa vermehrt Meldungen darüber, dass Betrüger den so genannten Enkeltrick abgewandelt haben. Sie geben sich als Verwandte aus, die sich infiziert hätten und dringend Geld benötigten. Mein Tipp: Bleiben Sie wachsam, Sie kennen Ihre Liebsten am besten. Und Sie könnten diese immer selbst anrufen.

Noch etwas aus der Kategorie „Es gibt nichts, was es nichts gibt“. In Wittlich ließ sich eine Frau am Donnerstag ins Krankenhaus einliefern. Angeblich hätte sie schlimme Migräne und sei wegen des Coronavirus in häuslicher Quarantäne. Dann aber versuchte sie, Mundschutz zu stehlen und aus dem Krankenhaus zu rennen. Pflegepersonal und Mitglieder des Rettungsdienstes konnten diesen dreisten Diebstahl aber noch stoppen.

Besonders ärgerlich: Mit solchen Aktionen werden die belastet, die in den nächsten Wochen sowieso viel Arbeit haben werden. Daher sollten wir alle darauf achten, die notwendigen Wege einzuhalten. In unserem Service-Artikel für die gesamte Region erfahren Sie, wohin Sie sich wenden können, wenn Sie fürchten, sich angesteckt zu haben. Und wie immer der Hinweis: Notfallnummern sind auch nur für Notfälle gedacht.

Bei unserer Aktion Mutmacher wollen wir Ihnen ab und an auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Meine Kollegin Inge Kreutz hat einmal nachgefragt, wie Eltern die erste Woche der Corona-Pause mit den Kindern erlebt haben. Und sie hat erfahren, dass viele versuchen, die gewohnte Struktur beizubehalten. Zur selben Zeit aufstehen, früh lernen, erst nachmittags Freizeit. Andere müssen viel stärker improvisieren – da ist die ganze Familie gefordert und es wird auch einmal etwas anstrengender.

Aber selbst wenn Eltern fast verzweifeln, bei einem sind sich doch alle einig. In diesen besonderen Zeiten ist Hilfe besonders wichtig – selbst wenn dies nur auf Distanz möglich ist. In diesem Sinne: Ich wünsche einen guten Start in die Woche und bleiben Sie gesund! Falls Sie erst heute dazu kommen: Hier finden Sie Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 des Coronavirus-Newsletters. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst,

Ihr Thomas Roth, Chefredakteur

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de