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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 7)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Kampf gegen das Coronavirus beeinflusst unser Leben. Heute sind die Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben worden. Zu groß ist die Gefahr, dass die Feiern und Wettkämpfe in Tokio zu einer weiteren Verbreitung von Sars-CoV-2 geführt hätten. Aber auch bei uns steht im Sportbereich fast alles still – Eintracht Trier will nun Kurzarbeit beantragen, die Gladiators bangen um ihre Existenz. Vieles hängt davon ab, wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben. Und gerade die kleineren Vereine werden vor allem auf eines angewiesen sein: Dass wir alle sie unterstützen, egal ob mit einer Mitgliedschaft, mit Spenden oder mit dem Bratwurst-Kauf beim Fußballspiel. Erst jetzt wird deutlich, wie sehr einem gerade solche Kleinigkeiten fehlen können.

Die Schulen sind geschlossen, der Unterricht findet in vielen Familien nun im Kinderzimmer statt und die Eltern betätigen sich als teils genervte Ersatzlehrer aus dem Home-Office. Um den Schülerinnen und Schülern genügend Zeit zum Lernen zu geben, schlägt der Philologenverband nun vor, das Schuljahr zu verlängern und erst im Herbst Zeugnisse zu verteilen. Es zeigt sich hier wie an so vielen Stellen: Sobald wir wissen, wie und ob die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus wirken, ist es notwendig, endlich wieder Sicherheit zu vermitteln. Wann ist wieder Schule? Wann sind Ferien? Gibt es Abschlüsse ohne große Prüfungen? Sobald sich hier etwas entscheidet, können Sie es wie alle anderen Nachrichten zum Kampf gegen das Coronavirus in Kurzversion in unserem Live-Blog nachlesen.

Bei den Zahlen zu den gemeldeten Infizierten ist dies heute Abend der neue Stand: Es gibt in der Region Trier 183 bekannte Fälle (Trier: 26, Kreis Bernkastel-Wittlich: 31, Eifelkreis Bitburg-Prüm: 56, Kreis Trier-Saarburg: 39, Vulkaneifelkreis: 31). Von diesen 183 Fällen können wir weiter vier Menschen abziehen, die als geheilt und virenfrei gelten, es bleiben also 179 Menschen in Quarantäne oder klinischer Behandlung. In Luxemburg gibt es 1099 bekannte Fälle, im Saarland sind es 440.

Insgesamt geht es in unserer Region um 18 Prozent nach oben. Weiterhin können einige wenige Fälle für starke Ausreißer sorgen. Und eines ist wichtig: Die Frage, ob etwa die Kontaktverbote wirken, wird erst in einigen Tagen zu beantworten sein. Dennoch: Es ist hoffnungsvoll, dass sowohl in den Kreisen als auch in Trier die Zahlen nicht sprunghaft steigen. Aus anderen Ländern wissen wir, dass es einzelne Personen gegeben hat, die durch viele Kontakte für eine starke Ausbreitung gesorgt haben. Solche so genannten Superspreader sind zumindest bisher bei uns nicht entdeckt worden – nicht nur die Virologen hoffen, dass dies so bleibt. Deren Erklärung: Der Ausbruch ist bei uns relativ früh entdeckt worden, deswegen kann die Ausbreitung bei uns noch besser bekämpft werden. Falls Sie dennoch Angst haben, sich angesteckt zu haben, können Sie hier nachlesen, wer getestet werden sollte und wohin Sie sich wenden können.

Weil die Frage immer wieder aufkommt, kurz eine Erklärung: Coronavirus ist der Überbegriff für eine bestimmte Art von Viren, die schon seit Jahren bekannt ist. Weil Coronaviren wie eine Kugel geformt sind und ihre Oberflächen kleinen Kronen ähneln, heißt das Virus Corona (lateinisch für Krone). Die nun um sich greifende neue Art dieser Virenfamilie wird als SARS-CoV-2 bezeichnet. Und wer durch diesen Virusbefall erkrankt, leidet an Covid-19. Diese Krankheit ist vor allem für Ältere und für Menschen mit Vorerkrankung gefährlich. Den Umkehrschluss halten Experten aber für gefährlich. Jüngere und gesunde Menschen können nicht davon ausgehen, dass sie Covid-19 in jedem Fall ohne größere Folgen überstehen können. Absolute Sicherheit gibt es eben nicht, deswegen ist Distanz zurzeit das richtige Mittel. Und übrigens gibt es zudem eine gute Nachricht für ältere Menschen, die der „Spiegel“ vermeldete. Eine 95-Jährige ist nun die älteste Person, die in Italien als geheilt bezeichnet werden kann. Ihr Immunsystem habe „eine großartige Reaktion“ gezeigt und sie die Krankheit ohne antivirale Medikamente überwunden. Dies gaben ihre Ärzte bekannt.

Wir freuen uns über diese wunderschöne Geschichte. Ebenso wie wir uns über die vielen Aktionen freuen, die in Trier, in der Eifel, im Hunsrück, an der Mosel und im Hochwald vor allem eines zeigen: Unsere Region rückt in diesen Tagen eng zusammen – entschuldigen Sie das gerade etwas verfehlte Wortspiel. In unserem neuen Dossier unter volksfreund.de/Mutmacher sammeln wir alle Artikel zu tollen Ideen und Aktionen. In der Rubrik Mutmacher finden Sie heute unter anderem mehr über den neuen Einkaufsservice des DRK in Gerolstein, einen Artikel über die Schutzkleidung-Sammelaktion der Kreisjugendfeuerwehr Bitbirg-Prüm und einiges zu neuen Online-Sportangeboten in Trier und Trier-Saarburg. Wenn Sie Anregungen haben, mailen Sie uns gerne an trier@volksfreund.de (für Trier und Trier-Saarburg), an eifel@volksfreund.de (für den Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Vulkaneifel) oder an mosel@volksfreund.de (für den Kreis Bernkastel-Wittlich).

Noch einmal als Erinnerung: Wir freuen uns über Bilder und andere Kunstwerke Ihrer Kinder und Enkelkinder. Denn: Wir möchten fröhliche Kinderbilder zeigen – auf volksfreund.de und in der gedruckten Zeitung. Schicken Sie uns die Fotos Ihrer Kinderbilder und Bastelwerke sowie Ihre Ideen für die Zeit zu Hause an unsere Mailadresse service@volksfreund.de Gerne mit ein, zwei Sätzen dazu, was das Werk darstellt. Bitte Vor- und Nachname sowie Wohnort ebenfalls angeben.

Nun wünsche ich Ihnen aber erst einmal einen ruhigen Abend. Falls Sie erst heute dazu kommen: Hier finden Sie die ersten sechs Teile des Coronavirus-Newsletters zum Nachlesen. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst, Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de