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Service: Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 9)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Heute werfe ich einmal den Blick in eines unserer Nachbarländer: nach Österreich. Ab Mittwoch wird dort das Tragen eines Mundschutzes im Supermarkt Pflicht. Und bevor der Aufschrei groß ist: Es geht nicht um einen Schutz, wie er etwa in den Kliniken getragen wird. Hier sollen – wie vor einigen Tagen schon einmal bei selbstgenähtem Mundschutz beschrieben – andere geschützt werden. Und: Es geht nicht darum, sich dann überhaupt nicht mehr anstecken zu können. Es ist nicht verwegen zu sagen: Ähnliches könnte auch bei uns bald gelten. Dies würde nicht das Abstand halten ersetzen, sollte aber noch etwas mehr Sicherheit bieten. Und der grundlegende Gedanke hinter allen bisherigen Maßnahmen ist ja folgender: Ansteckungen vermeiden, Kurve der Neuinfektionen nach unten bekommen, das Gesundheitssystem nicht überlasten.

Übrigens gibt es in unserer Region ebenfalls einen Politiker, der die Mundschutzidee bereits offensiv vertritt: Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Joachim Streit, forderte gestern ebenfalls alle Bürger auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. Nur zur Erinnerung: Streit war es, der als erster alle Veranstaltungen in seinem Kreis absagen ließ, um das Ansteckungsrisiko möglichst niedrig zu halten. Mehr zu allen Entwicklungen rund um den Kampf gegen das Coronavirus erfahren Sie jederzeit in unserem Live-Blog.

Es folgt wie immer der Blick auf die aktuellen Fallzahlen aus der Region. Leider hat sich die Hoffnung, nun durchgehend wieder vollständige Zahlen inklusive der Genesenen zu erhalten, nicht erfüllt. Nach mittlerweile 13 Tagen, an denen ich für den Newsletter die Zahlen notiere, kann ich nur sagen: Die Datenlage ist schon im Kleinen schwierig zu betrachten, weil unterschiedlich gemeldet wird. An manchen Tagen gibt es keine Meldungen, an anderen sind einzelne wichtige Zahlen nicht erfasst. Natürlich ist die Situation herausfordernd, aber wenn wir in unserem Land bereits daran scheitern, wird es schwer, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Hier aber nun der aktuelle Stand. In der gesamten Region Trier sind bisher 342 positive Tests auf SARS-CoV-2 gemeldet worden. Davon abzuziehen sind mindestens 55 Fälle, bei denen eine Genesung bekannt ist. Nach Abzug dieser Fälle bleiben noch 287 übrig. Für Trier sind derzeit 57 Fälle gemeldet, für den Kreis Trier-Saarburg 76 Fälle. In Stadt und Kreis, für die ein Gesundheitsamt zuständig ist, gibt es mindestens 12 Bürger, die bereits als genesen gelten - zur Zahl der Genesenen ist hier gestern aber kein neuer Stand gemeldet worden. Die weiteren Zahlen: Bernkastel-Wittlich 62 (davon 10 genesen), Eifelkreis Bitburg-Prüm 96 (davon 20 genesen) und Vulkaneifel 51 (davon 13 genesen). In Luxemburg gab es bis heute Abend 1988 gemeldete positive Virus-Nachweise, im Saarland 836

Es gibt weiter beruhigende Nachrichten aus den Kliniken in unserer Region: Hier gibt es derzeit genügend freie Plätze, um Patienten versorgen zu können. Und es ist zu bemerken, dass die Zeit genutzt wird, um sich noch besser vorzubereiten. Das Klinikum Mutterhaus gab etwa gestern bekannt, die Geburtshilfe aus Trier-Ehrang ins Haupthaus zu verlegen. In Mitte wird nun das Angebot der Geburtshilfe und Gynäkologie gebündelt. Natürlich ist es ärgerlich für werdende Eltern, die sich bewusst für Ehrang entschieden hatten. Dennoch: Gerade mit Blick auf die größtmögliche Sicherheit ist die Entscheidung absolut nachvollziehbar.

Falls Sie fürchten, sich mit der neuen Art des Coronavirus angesteckt zu haben, erfahren Sie hier, wohin Sie sich wenden und wo Sie sich testen lassen können.

Wir freuen uns jeden Tag darüber, wenn Sie uns zeigen, was für Sie Mutmacher in diesen herausfordernden Zeiten sind. Andreas Ferring etwa bietet über die Facebook-Gruppe „Trier hilft sich“ Gitarrenunterricht an. In Schalkenmehren hat Modedesignerin Angelika Hirschler schicken Mundschutz genäht. Zum Mitnehmen – gegen eine kleine Spende. Doch wie so oft: An der „Station des Vertrauens“ zahlen manche gerne eine Kleinigkeit, andere nehmen viele Teile mit ohne etwas zu geben. Wir zeigen Ihnen in unserem Dossier unter volksfreund.de/Mutmacher gerne die gelungenen Aktionen, die die Hilfsbereitschaft in unserer Region zeigen. Ganz nebenbei: Es ist bewiesen, dass Menschen glücklicher sind, wenn Sie anderen helfen können. In diesem Sinne: Lassen Sie uns glücklich sein.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche und vor allem: Bleiben Sie gesund! Falls Sie erst heute dazu kommen: Die ersten Teile des Coronavirus-Newsletters gibt es auf volksfreund.de zum Nachlesen. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst, Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de