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Nürburgring: Deubel räumt Fehler bei Kreditvergabe ein

Nürburgring: Deubel räumt Fehler bei Kreditvergabe ein

Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtags in Mainz tagt bereits seit mehr als drei Stunden zum Thema "Projekt Nürburgring 2009" und nimmt Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) in die Mangel. Deubel, der zuvor eineinhalb Stunden referiert hatte, hat vor wenigen Minuten erstmals indirekt einen Fehler bei der Vergabe eines Kredites eingeräumt.

(fcg) Es geht dabei um den Kredit über drei Millionen Euro, den die Nürburgring GmbH dem Privatinvestor Mediinvest im Oktober 2008 eingeräumt hat. Dazu gab es einen Beschluss des Aufsichtsrates, dessen Vorsitzender Deubel ist. Das Geld floss nicht direkt an die Mediinvest oder an die von dieser zur Umsetzung der Projekte gegründete Objektgesellschaft Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR), sondern Kreditnehmer war eine weitere Firma namens Pinebeck GmbH mit Sitz in Usingen (Taunus). Pinebeck reichte das Geld nach Deubels Aussage dann weiter an die MSR, die ihrerseits den Kredit mit Grundschuld-Einträge auf Grundstücke in Drees und Adenau abgesichert habe.

Der Finanzminister räumte ein, dies sei "in hohem Maße erklärungsbedürftig". Aus damaliger Sicht sei dieser Weg sinnvoll erschienen, weil Pinebeck kurz davor gestanden habe, die Verpflichtungen des Investors Mediinvest bzw. dessen Objektgesellschaft MSR zu übernehmen.

An die konkrete Laufzeit des Kreditvertrages konnte sich Deubel trotz mehrfacher Nachfrage des Eifeler Ausschuss-Vorsitzenden Michael Billen (CDU) nicht erinnern. Das Geld sei jedoch verzinst am Mittwoch wieder zurückgeflossen, sagte Ingolf Deubel.

Zur Kreditvergabe an sich sagte der Finanzminister: "Ich gebe zu: Das würde ich heute nicht mehr so machen."