Nürburgring: Presseberichte vertraulich gestempelt

Nürburgring: Presseberichte vertraulich gestempelt

Die Landesregierung hat im Bemühen, dem Untersuchungsausschuss zur Nürburgring-Affäre möglichst schnell die angeforderten Akten zur Verfügung zu stellen, zahlreiche Dokumente als vertraulich gestempelt. Darunter befanden sich auch Presseberichte. Diese Vorgehensweise hat zum Streit im Ausschuss geführt.

(fcg) Nach Auskunft der Ausschuss-Vorsitzenden Carsten Pörksen (SPD) werden nun viele Dokumente noch einmal überprüft. Zudem reise ein Unterausschuss am 10. November zum Nürburgring, um sich bei der dortigen GmbH selbst ein Bild von der Aktenlage zu machen. Die GmbH, die sich zu 90 Prozent im Landesbesitz befindet, hat bislang noch keine Akten geliefert. CDU-Chef Christian Baldauf äußert sein Befremden darüber, dass Personalmangel als Begründung genannt worden sei. Zudem sei dies vom Aufsichtsrats-Chef Ernst Schwanhold und nicht von Ring-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz mitgeteilt worden, obwohl letzterer für die Geschäfte verantwortlich sei. Baldauf zu volksfreund.de: "Fragen sie mal, ob Herr Kafitz überhaupt noch da ist!"

Die in Mainz kursierenden Gerüchte, Walter Kafitz sei als Hauptgeschäftsführer der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH von seinen Aufgaben entbunden worden, treffen jedoch nicht zu. Ring-Pressesprecherin Stefanie Hohn sagt auf Anfrage von volksfreund.de, diese Behauptung sei falsch. „Herr Kafitz ist definitiv noch da.“

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