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ÖPNV: Busfahrer-Streik geht weiter, teilweise fast kein Linienbus mehr

ÖPNV : Busfahrer streiken weiter: Viele Busse stehen still (Video)

Seit Mittwoch streiken auch in der Region einige Busfahrer. In einigen Teilen der Region fährt so gut wie kein Linienbus mehr. Wie lange der Streik geht, ist noch unklar. Die CDU gibt der Landesregierung eine Mitschuld daran.

Seit Mittwochabend sind die Busfahrer der privaten Verkehrsunternehmen in Rheinland-Pfalz erneut zum Warnstreik aufgerufen. Laut der Gewerkschaft Verdi beteiligen sich rund Zweidrittel der über 3000 Busfahrer im Land. Auch in der Region kommt es seitdem zu Busausfällen vor allem in der Eifel und an der Mosel. Fahrer der Unternehmen Tempus in Irrel (Eifelkreis), DB Regio Bus Mitte in der Vulkaneifel und der Moselbahn in Bernkastel-Kues haben ihre Arbeit niedergelegt.

Busfahrer-Streik in der Region Trier: Viele Busfahrten fallen aus

Warum Busfahrer in der Region Trier streiken - Interview mit einem Mitarbeiter der MB Moselbahn

Nach Angaben des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) fallen bei Tempus heute insgesamt fünf Fahrten aus. Das Unternehmen sei zuversichtlich, dass am Wochenende nach dem regulären Fahrplan gefahren werden kann.

Bei der Moselbahn fallen Fahrten auf insgesamt acht Linien aus, in der Vulkaneifel sind die Linien im Bereich der Moselmaare und in der östlichen Vulkaneifel betroffen.

Forderung: Mehr Geld und Bezahlung von Standzeiten für Busfahrer

Hintergrund des zunächst bis 6. Februar befristeten Streiks sind die laut Verdi festgefahrenen Verhandlungen über einen Manteltarif. Darin sind neben Urlaubs- und Weihnachtsgeld auch Urlaubstage und die Bezahlung von Standzeiten geregelt. Die Gewerkschaft wirft dem Arbeitgeberverband vor, im diese Woche vorgelegten Entwurf für den neuen Manteltarifvertrag  schlechtere Bedingungen als der bisher gültige Tarifvertrag festschreiben zu wollen.

Ist die Landesregierung mit Schuld an dem Streik?

Die CDU-Landtagsfraktion gibt der Landesregierung eine Mitschuld an dem neuerlichen Streik. „Dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht einigen können, hängt auch am Verhalten des Landes und der ungewissen Finanzierungsstruktur für die nächsten Jahre“, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Martin Brandl. Bereits 2020 habe das Land zugesagt, die Kosten aus der Tariferhöhung für die Busfahrer zu refinanzieren. Diese Zusage sei erfolgt, ohne zu wissen, wie viel es koste, so Brandl. Hier habe der nun sehr lang andauernde Tarifkonflikt seinen Ursprung. „Wir stehen an der Seite der Busfahrerinnen und Busfahrer“, betont Brandl.

Infos über den Streik und die ausfallenden Busfahrten gibt es hier">