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Olewiger Weinfest: Fulminanter Start mit Feuerwerk

FOTO: Mechthild Schneiders
Trier-Olewig. Strahlend blauer Himmel, eine prallgefüllte Festmeile, voll besetze Bänke im Klostergarten und ein 15-minütiges Feuerwerk: Die 62. Auflage des Trierer Weinfests im Stadtteil Olewig hätte gestern Abend nicht besser starten können.

(mehi) „Milljunen Leut“ sind gestern Abend durch den Trierer Weinort Olewig flaniert. Der Start war jedoch noch etwas verhalten. Als die Trierer Weinkönigin Elisabeth I. Grotowski mit ihrer Prinzessin Marie Christine Hecken das 62. Olewiger Weinfest gegen 20.30 Uhr eröffnete, war der Festplatz im Klostergarten nur mäßig besucht. Doch knapp eine Stunde später strömten Tausende Besucher in den Weinort.

Bald war kein Durchkommen mehr in der Olewiger Straße. Die Besucher blieben an den zahlreichen Weinständen stehen, versuchten sich im Mülltonnenwerfen oder beim Schießen. Auch die Bänke im Klostergarten füllten sich zusehens. Mit ein Anziehungspunkt: die Band Schrader@Parisi – alias August Schrader, einer von Guildo Horns Orthopädischen Strümpfen, und Sänger Franco Parisi. Mit Gitarre, Minischlagzeug und viel Spaß sorgten ihre Pop- und Rockhits unplugged für beste Stimmung. Auch vor den Bühnen im Weingut St. Annenhof und am Hotel Blesius Garten blieben Menschen stehen, lauschten der Musik, oder tanzten zu den Partyhits, die DJane Sabrina und DJ Peter Schulz vor der Weinstube H. Oberbillig auflegten.

Höhepunkt des Festes war das Feuerwerk, das entgegen erster Ankündigungen und dank Sponsoren – allen voran Karlheinz Scheurer (Provinzial-Versicherung) – nun doch wie gewohnt vom Petrisberg aus abgefeuert werden konnte. „Das war super, fantastisch!“, meinte Johanna Beckmann aus Trier. Nur eines störte den Genuss: die wummernden Bässe aus den Boxen vor der Weinstube Oberbillig. „Die haben nach zehn Minuten die Musik wieder angemacht“, sagte Michael Theisen aus Igel, der mit seinen Freunden in der Nähe die bunten funkelnden Feuerkaskaden am Himmel beobachtete. Tobias Stopp aus Trier war begeistert: „Dafür, dass es kein Feuerwerk geben sollte, war es eine schöne Überraschung.“