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Gesundheit: Ordnungsämter und Polizei kündigen verstärkte Kontrollen an

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Pünktlich zum Wochenende  ist schönstes Frühlingswetter vorausgesagt. Doch die Bürger sollen am besten zu Hause bleiben. Noch halten sich die meisten an die Vorgaben.

Endlich einmal gute Nachrichten zum bevorstehenden Wochenende: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts messbar Wirkung. Und die Meteorologen sagen herrliches Frühlingswetter mit Temperaturen knapp über 20 Grad voraus. Was liegt da näher, als einen vorösterlichen Ausflug zu machen, eine Shopping-Tour in die Stadt oder ein kleines Grillfest mit Freunden?!

In Nicht-Coronazeiten kein Thema, derzeit aber schon. Seit den vor anderthalb Wochen verhängten Einschränkungen und Kontaktsperren ist der Aufenthalt im Freien nur noch stark reglementiert möglich. Abgesehen von Menschen, mit denen man ohnehin zusammen wohnt, dürfen sich etwa maximal zwei Personen gemeinsam „im öffentlichen Raum“ aufhalten, wie es offiziell heißt. Sicherlich gewöhnungsbedürftig. Aber die Generalprobe klappte. Von wenigen Ausnahmen abgesehen befolgten die Rheinland-Pfälzer vergangenes Wochenende die neuen Kontaktregeln. Aber da war’s auch frostig kalt und nicht so angenehm warm, wie für dieses Wochenende vorausgesagt.

Polizei und regionale Ordnungsbehöden stellen sich jedenfalls schon mal darauf ein, dass es dieses Mal nicht so glatt laufen könnte. Der Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) wies die Bürger „mit Nachdruck“ darauf hin, dass die Vorgaben der Corona-Bekämpfungsverordnung eingehalten werden müssten. Die Polizei werde gerade am Wochenende verstärkt kontrollieren und entsprechende Verstöße anzeigen.

Nach Angaben des Trierer Polizeisprechers Uwe Konz werden dabei besonders die Punkte in den Fokus genommen, die Menschen bei schönem Wetter besonders gerne aufsuchten, etwa  Parkanlagen, Moselauen, Radwege, Motorradtreffs und ähnliche attraktive Orte. Auch das Trierer Ordnungsamt will das gesamte Wochenende über kontrollieren. Ähnlich äußerten sich auch die übrigen größeren Kommunen in der Region. Ein Lob gibt’s bislang für die Disziplin der Bürger: Von einigen Ausnahmen abgesehen würden die Einschränkungen befolgt, heißt es.  Die Polizei, die die eigentlich zuständigen Ordnungsämter unterstützt, hat wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung seit vorletztem Mittwoch 49 Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben.

Wer gegen die Auflagen verstößt, für den kann’s teuer werden;  im schlimmsten Fall können Bußgelder bis zu 25 000 Euro verhängt werden. Werden Vorgaben für Schutzmaßnahmen oder Hygienevorschriften nicht beachtet, sind bis zu 1000 Euro fällig; 200 Euro sieht der Bußgeldkatalog für Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit vor. Und wenn der geforderte Mindestabstand von anderthalb Metenr nicht eingehalten wird, kann es 100 Euro kosten.

Im benachbarten Saarland reagieren die Behörden indes mit einer ungewöhnlichen Maßnahme auf das schöne Wetter. Um die in Nicht-Corona-Zeiten üblichen Menschenansammlungen am Bostalsee zu verhindern, werden am Samstag die Zufahrten und Parkplätze  gesperrt und kontrolliert.